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Lunapark21

Da stellen sich zunächst Assoziationen ein an Vergnügungsparks, die es gab oder noch gibt...
Vor allem wird mit Lunapark21 lesbare und nachprüfbare Kritik einer Welt präsentiert, die zum Lunapark derer geworden ist, die haben. Der globale Lunapark: das große Vergnügen (Auf wessen Kosten?), das Glitzern der Verkaufsmeilen (Wer kann da noch kaufen?), das Feuerwerk über der Alster, über Hongkong und Sydney (Wer bezahlt, was da funkelt?) und die Verteidigung am Hindukusch Guantánamo und Staatsempfänge (Der Dalai Lama segnet Angela Merkel!).

Rolf Becker in: Lunapark21, Heft 1, Frühjahr 2008

 
                Das aktuelle Heft  

Probelesen:
Winfried Wolf Die Bundeswehr neu erzählen Oder: Ernst Jüngers „Krieg als Arbeit“ in postmodernem Kostüm Von der Leyen will Bundeswehr „anders erzählen“, als „modernen, global agierenden Konzern“, um ausreichend junge Leute für die Armee zu gewinnen. Sie möchte den Soldaten-Job als einen Normalo-Job präsentieren: Schöner Wohnen in Kasernen. Familienfreundliches Kriegshandwerk. Techno-Krieg am Joystick: ferngesteuert und ungefährlich für den Hightech-Teilzeitkiller mit Rund-um-Versicherung. In Heft 26 auf den Seiten 6 und 7 – hier LESEN.

Hannes Hofbauer Gesamte Bevölkerung zahlt Tribut an Finanzzentren Die Nacht zum Samstag, den 16. März 2013, hat Europa verändert. Brüssels offen vorgetragene Erpressung eines seiner schwächsten Mitgliedsländer, des nicht einmal territorial gefestigten Inselstaats Zypern, hat wirtschaftliche und politische Grundlagen der Europäischen Union über Bord geworfen. Unmittelbare Kapitalinteressen obsiegten über demokratische Mindeststandards und volkswirtschaftliche Vernunft. Ausnahmslos alle sozialen Schichten erlitten meist hohe Einkommensverluste, mit denen vor allem der Finanzsektor in den großen EU-Staaten gestärkt wird. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte bis 2016 um bis zu 30 Prozent schrumpfen. Die Arbeitslosenquote hat sich bereits binnen Jahresfrist vervierfacht. H. Hofbauers Beitrag im neuen Heft Seite 12 ff – hier LESEN.

Sebastian GerhardtFriedlicher Nationalismus: Die britische Atombasis im Firth of Clyde und die Unabhängigkeit Schottlands Die schottische Unabhängigkeit ist wie das Ungeheuer von Loch Ness: Viele glauben an sie, immer wieder gibt es Menschen, die sie gesehen haben – aber bei genauerem Nachsehen lösen sich alle klaren Hinweise wieder auf. Statt der Rückenflosse ist es doch nur ein Baumstamm, statt des „Schottischen Pfund“ ist es doch nur das Britische Pfund in anderer Verkleidung. S. Gerhardts Beitrag aus der Rubrik ort & zeit – hier LESEN.

 

Heft 27 · WirtschaftsKRIEG
"Der Umgang der US-Regierung, der Europäischen Union und der deutschen Bundesregierung mit der Ukraine ist Ausdruck eines grenzenlosen Zynismus gegenüber dem Schicksal von Millionen Menschen. Das größte Flächenland Europas mit seinen 45 Millionen Einwohnern stand bereits Ende 2013 am Rande des wirtschaftlichen Zusammenbruchs, wobei alle vorausgegangenen Regierungen in Kiew zu diesem Zustand beigetragen hatten. Die Politik des Westens mit der Zuspitzung der politischen und wirtschaftlichen Krise ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass es entweder zu einem Staatsbankrott oder zu einem lang anhaltenden Niedergang nach der Art kommt, wie ihn Griechenland seit fünf Jahren erlebt. In beiden Fällen hat dies katastrophale Folgen für die ukrainische Bevölkerung. Am Rande der Europäischen Union – und mit aktiver Unterstützung durch dieselbe – entsteht ein riesiges Armenhaus." So beginnt unser Chefredakteur, Winfried Wolf, seine Kolumne im aktuellen Heft. Und er endet so: "Und was werden die Folgen sein? Auch das weiß der IWF bereits heute: Die Ukraine wird binnen weniger Jahre überschuldet sein – nicht zuletzt als Folge der genannten Maßnahmen, die einem Abwürgen des inneren Marktes gleichkommen. Gemessen am BIP sollen die öffentlichen Schulden von 40 Prozent im Jahr 2013 auf 73,4 Prozent 2015 ansteigen. Der IWF geht davon aus, dass das ukrainische Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr 2014 um 6,5 Prozent rückläufig ist. Die industrielle Produktion bricht 2014 im Landesdurchschnitt sogar um 15 bis 20 Prozent ein. Auch der große Landwirtschaftsektor leidet – Russland hat einen Einfuhrstopp für ukrainische Agrarprodukte verhängt. Gleichzeitig sollen die – bereits sehr niedrigen – Reallöhne bei den Menschen, die noch Beschäftigung haben, allein 2014 um bis zu 10 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig wird die Arbeitslosenquote, die 2013 offiziell bei 7,2 Prozent lag, bis Ende 2014 deutlich in den zweistelligen Bereich aufsteigen.
Einen vergleichbaren Absturz einer einzelnen Ökonomie gab es nur auf dem Höhepunkt der weltweiten Krise 2008. Und am Beginn der tiefen Krise in Griechenland." Christian Christen beschäftigt sich in seinem Text "Wirtschaftssanktionen gegen Russland: Politik im Blindflug" ausführlich mit der ökonomischen Hintergründen der sog. Ukraine Krise.

Andere sterben anders, anderswo.Ein anderer Wirtschtfkrieg findet zeitgleich anderswo statt: Im Irak, in Syrien. Brigitte Kiechle beleuchte in ihrem Beitrag "Der Konflikt im Irak: Es geht immer noch ums Öl", wer aus welchem Interesse wie agiert.
Von einem ständig schwehlenden weiteren Wirtschaftskrieg berichtet das Lunapark21-spezial in Heft 27: "Welternährung & Agrobusiness" Jean Ziegler sei dazu zitiett: "Zehn internationale Konzerne beherrschen, kontrollieren heute 85 Prozent aller gehandelten Nahrungsmittel. Ich rede von den Grundnahrungsmitteln wie Mais, Reis, Getreide, die ihrerseits 75 Prozent des Weltkonsums abdecken. Es sind diese Konzerne, die jeden Tag entscheiden, wer isst und lebt. […] Oder wer hungert und stirbt. Und: Das ist normal. Konzerne funktionieren nach Profitmaximalisierungsstrategien. Die sind nicht da, um den Hunger in der Welt zu bekämpfen…" Autor_innen & Themen im spezial: Peter Clausing · Das Gespenst „Welthunger“ / Peter Clausing · Das Stickstoff-Dilemma: Konventionelle Landwirtschaft = Belastung von Umwelt & Klima / Irmi Salzer · Für ein alternatives Agrarsystem weltweit / Raj Patel · Die Grüne Revolution: Lobbyarbeit, Manipulation & Statistik-Fälschung / Gerold Schmidt · Mexikanische Energiereform: Todesstoß für kleinbäuerliche Landwirtschaft / Interview mit dem Bio-Bauern Godehart Hannig Bio-Landwirtschaft – Zukunft oder Irrweg?

Bild: Stickerei der in Mexico lebenden Künstlerin Debra Breckeen aus dem Jahr 2011

 
       
    Das Aktuelle Lunapark21-Extra Heft  
 

extra08/09 // 20 Jahre Bahnreform – 20 Jahre Stuttgart 21
Lunapark21-extra 08/09 fasst die Diskussionen und Ergebnisse der KOPF Machen KONFERENZ zusammen, die in Stuttgart vom 25. bis 27.April 2014 stattfand.
Warum ist diese Bahnreform so spektakulär gescheitert? Die Regierungskommission Bundesbahn ging von einer höchst fragwürdigen These aus, nämlich dass die wirtschaftlichen Probleme der beiden deutschen Bahnen vor der Reform lediglich auf die Organisationsstruktur zurückzuführen seien. Das passte perfekt in den Geist der Zeit, dem Staat nicht die Spur von wirtschaftlichem Handeln zuzutrauen und stattdessen in der privatwirtschaftlichen Organisation den generellen Problemlöser für alles zu sehen. Vergessen waren alle Erkenntnisse der Jahrzehnte zuvor über natürliche Monopole, aus denen bei einer Privatisierung private Monopole werden mussten. Auch die Regierungskommission wies zwar am Rande darauf hin, dass die Strukturreform der Bahn in eine Reform des Verkehrsmarktes eingebunden sein müsse, davon war jedoch später keine Rede mehr. So blieb der eigentliche Elefant im Raum doch unbeachtet: Weder die jahrzehntelange Fokussierung der Verkehrspolitik auf den Straßen- und den Luftverkehr noch die Verzerrungen des Verkehrsmarktes, die diesen beiden Verkehrsarten massive Kostenvorteile gegenüber der umwelt- und klimafreundlicheren Bahn verschaffen, wurden verändert. Bernhard Knierim und Winfried Wolf am Ende ihres einleitenden Textes zu diesem LP21-extra (Doppelheft 08/09 · 72 Seiten · 5 Euro).

Inhalt: Vorworte von T. Adler Vorsitzender der Fraktionsgemeinschaft SÖS/Die Linke im Stuttgarter Gemeinderat E. v. Loeper – Aktionsbündnis gegen S21 K. Amler Mitglied im Kreisvorstand Die Grünen, Kreisverband Stuttgart B. Knierim Bahn für Alle W. Wolf Bürgerbahn statt Börsenbahn // B. Knierim & W. Wolf 20 Jahre Bahnreform – Umsteigen bitte! W. Wolf S21: ZWEIMALIGKEIT, RELATIVIERTE und ABSOLUTE Einmaligkeit Podiumsdiskussion I mit P. Conradi · H. Leister · K.-D. Bodack · M. Dietrich · H.-D. Springhorn Podiumsdiskussion II Bahnreform & Medien mit H.-W. Fittkau · A. Luik · J. Henkel-Waidhofer · J. Bauer Abschluß-Debatte mit D. Fischer CDU/CSU · S. Leidig DIE LINKE · M. Gastel Bündnis 90/Die Grünen // H. Monheim Bilanz der Bahnreform & Großprojekte H. Knoflacher Kopf machen – Zukunft Bahn? // Stuttgarter Bahn-Manifest 15 Forderungen für eine neue Bahnpolitik // T. Adler ...dass auf das Zack auch wieder das Zick nach oben folgen kann K. Amler Die Stadt. Das Projekt. Der Widerstand. E. Hopfenzitz Die wunderbare Stadt & das sonderbare Immobilienprojekt S. Leidig Es geht um eine demokratische Bahn der Zukunft V. Lösch Ranking der Lobbyisten, Antidemokraten & Betrüger // Zusammenfassungen der Workshops der Kopf-Machen-Konferenz // ws1 E. Happe & A. Kleber ws3 M. Bienick ws4 M. Spitzner & S. Leidig ws5 C. Engelhardt & K Arnoldi ws6 J. Holstein & B. Freisleben ws77 K.-D. Bodack ws8 H. Monheim ws9 H.-G. Öfinger ws10 J. Hauber & H.-D. Springhorn ws11 C. Engelhardt & W. Wolf ws12 K.-D. Zentgraf & K. Schweizer ws14 E. v. Loeper & K.-D. Bodack ws15 W. Hesse & M. Treber ws16 C. Waßmuth ws17 W. Reh ws18 J. Rochlitz & K.-D. Bodack ws19 K. Gietinger & W. Wolf // K. Gietinger Der General: Buster Keatons Stummfilm begleitet von Rainer Michel & Band B. Köhler Über das kulturelle Programm auf der KOPFmachen-Konferenz // Zugsplitter Eis, Feuer & Brecht

 
                                                           
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