Lunapark21 Nr. 8 - Winter 2009/2010
Zeitgleich zum Klimagipfel in Kopenhagen erschien unsere Winterausgabe 2009/2010. Im LP21-Spezial zu Klima, Krise & Kapital erläutert Uwe Witt ein Zehnpunkte-Programm, wie es eigentlich von Nöten wäre, um die Klimaerwärmung nicht zu einem unumkehrbaren Prozess werden zu lassen. Inwiefern Klimakonferenzen als Alibi-Veranstaltungen zu bezeichnen sind und wie sich soziale Bewegungen neu vernetzen. diskutiert er gemeinsam mit Alexis Passadakis. Mike Davis warnt vor den sozialen Folgen insbesondere in städtischen Gebieten der Entwicklungsländer.
Und was ist sonst noch los im Lunapark? Gefeilscht wird um die Bildungspolitik, deren Spielregeln aber nicht kritiklos akzeptiert werden: über Besetzungen, Ziele und Möglichkeiten der aktuellen StudentInnenproteste in Österreich und Deutschland. Hannes Hofbauer berichtet über die Krisenauswirkungen und die „Eiszeit“ in der ukrainischen Innenpolitik, Günter Herkel schafft eine Übersicht über den Markt der Nachrichtenagenturen und den Krisengewinnern derselbigen. Neue Kunst auf den Lun-Art-Seiten haben wir Marianne Kampel, André Gottschalk und pingu zu verdanken.
Extra 02: Krise der Autoindustrie
Unter dem Titel Weltwirtschaftskrise & Krise der weltweiten Autoindustrie umreißt das zweite Sonderheft von Lunapark21 Entwicklung und Stand eines der wichtigsten kapitalistischen Industriezweige - von der historischen Betrachtung der "Autokrisen" bis zum aktuellen Machtkampf um Opel. Winfried Wolf geht ausführlich auf die Verbindung zur weltweiten Wirtschaftskrise ein und spart auch Alternativen nicht aus.
Aus der Einleitung von Tom Adler: "Das vorliegende Heft könnte nicht passender kommen. Der Automobilbau gilt zwar als Leitbranche schlechthin, aber heute, in seiner bisher tiefsten Krise, liegen nur wenige Analysen vor, die es erleichtern, sich im aufgeregten Auf und Ab der Medienmeldungen zurechtzufinden. Winfried Wolfs Texte helfen, sich zu orientieren und die eigene Urteilsfähigkeit zu schärfen, statt sich von der Achterbahnfahrt der Prognosen in der veröffentlichten Meinung mitreißen zu lassen."
Der vollständige Inhalt des Heftes ist hier zu finden. Bestellungen zum Preis von 4,50 € pro Heft plus Porto bitte per Mail an extra@lp21.de
Bitte beachten: Wer ein Förderabo abgeschlossen hat, erhält das Sonderheft kostenlos.
Lunapark21 Nr. 7 - Herbst 2009
In der aktuellen Ausgabe von Lunapark21 stehen die Weltwirtschaftskrise und ihre Auswirkungen auf den Süden und die Ernährungssouveränität im Vordergrund. Winfried Wolfs Analyse im LP21-Spezial wird mit internationalen Berichten ergänzt. Vandana Shiva erklärt, warum Nahrungsmittel nicht nur in Indien vor Ort produziert werden müssen. Die Lehman-Pleite jährt sich und wird von Winfried Wolf bilanziert, während Lucas Zeise erläutert, warum auch ein Green New Deal die Stagnationskrise nicht aufhält, solange der Finanzsektor nicht an Volumen verliert. Ob Arbeitszeitverkürzung derzeitig eine richtige Forderung sein kann, diskutieren Daniel Behruzi, Michael Wendl und Werner Sauerborn in der LP21-Debatte. „Auch 20 Jahre nach 1989 stellt der Osten die industrielle Reservearmee“ fasst Sebastian Gerhardt zusammen, und Gisela Notz zeigt auf, dass es hier vor allem für erwerbstätige Frauen düster aussieht. Die „LunArt“-Seiten werden diesmal von Hans Reffert und Eleonore Wilhelm gestaltet.
Extra 01: Verkehrswende JETZT!
Am 15. /16. Mai 2009 fand in Köln eine „Europäische Konferenz zur Zukunft der Bahn“ unter dem Titel „Nächster Halt: Bürgerbahn“ statt. Träger waren das Bündnis Bahn für Alle (in dem 18 Organisationen vereint gegen eine Privatisierung der Deutschen Bahn kämpfen), die Grünen in NRW und die britische Gewerkschaft RMT (National Union of Rail, Maritime & Transport Workers). Mit diesem Treffen wurde ein europaweites Bündnis gegen die Bahnprivatisierungen Rail4All konkretisiert und eine Kölner Erklärung gegen die Bahnprivatisierungen verabschiedet.
Auf der Tagung wurde erstmals ein Programm SchieneEuropa2025 vorgestellt. Sein Verfasser, Winfried Wolf, ist seit rund 20 Jahren als Autor („Eisenbahn und Autowahn“ und „Verkehr. Umwelt. Klima – Die
Globalisierung des Tempowahns“) und im Rahmen unterschiedlicher Initiativen gegen die Bahnprivatisierungen engagiert. Bahn für Alle, RMT, die Grünen NRW und Johannes Hauber für den Betriebsrat von Bombardier Transportation präsentieren in dieser Publikation erstmals das Programm SchieneEuropa2025 einer breiteren Öffentlichkeit.
Die Publikation ist als Lunapark21-Sonderheft mit 40 Seiten (Lunapark21 extra 01) erschienen, alle Beiträge sind deutsch und englisch. Der vollständige Inhalt des Heftes ist hier zu finden. Bestellungen zum Preis von 3,50 € pro Heft plus Porto bitte per Mail an extra@lp21.de
Bitte beachten: Wer ein Förderabo abgeschlossen hat, erhält das Sonderheft kostenlos.
Lunapark21 Nr. 6 - Sommer 2009
Im Herbst 2007 konnte in Europa kaum jemand den Begriff „subprime“ buchstabieren. Schon gar nicht kam jemand auf die Idee, das Wort „Krise“ in eine Verbindung mit „Europa“ zu bringen. Mitte 2009 ist es soweit. Wir haben eine Weltwirtschaftskrise. Europa wird von ihr – zumindest im laufenden Jahr 2009 - stärker erfasst als Nordamerika. Das BRD-BIP wird 2009 mindestens doppelt so tief im Minus liegen wie das US-amerikanische. Die Subprime-Krise ist aus europäischer Sicht weit weg – weit näher ist die Krise im irischen, im britischen und im spanischen Immobiliensektor.
Das LP21-Spezial bringt authentische Berichte zur Krise vor Ort aus Polen, aus Ungarn und aus Irland. Winfried Wolf stellt die Krise in Europa in den Zusammenhang mit der Weltwirtschaftskrise; Hannes Hofbauer erinnert in seiner Analyse der Krise in Mittel- und Osteuropa daran, dass es in dieser Region seit Wendezeiten eine Dauerkrise gibt. Peter Fuchs beschreibt die aggressive Strategie der EU zur Weltmarkteroberung. Winfried Wolf sieht im (Todes-) Kampf von Opel ein typisches Beispiel für die EU-Strategie, nicht die sozialen Folgen der Krise zu bekämpfen, sondern sich auf die nächsten Tod bringenden Konkurrenz-Schlachten vorzubereiten. Georg Fülberth beschreibt im „Lexikon“ die Blockkonkurrenz zwischen EU und USA als typisches Beispiel für den Zusammenhang zwischen Geographie und Akkumulation des Kapitals.
Auch im neuen LP21-Heft finden sich wieder mehrere künstlerisch gestaltete "LunArt"-Seiten. Oliver Ressler, Florian Kluge, Daniel Lohmann und Patric Sandri, engagiert in den Bereichen Grafik, Malerei und Fotografie, rücken ihre Sicht auf die Krise ins Blatt.
