Eleanor Marx


Eine Pionierin der britischen und internationalen Arbeiterbewegung

Sechs Kinder brachte das Ehepaar Marx Zeit seines Lebens auf die Welt; vier davon Töchter. Vier starben noch im Kindesalter. Drei Töchter hinterließen in der internationalen Arbeiterbewegung des ausgehenden 19. Jahrhunderts ihre Spuren. Jenny Caroline engagierte sich in Frankreich. Jenny Laura kämpfte über Jahrzehnte an der Seite ihres späteren Mannes Paul Lafargue und übersetzte die Schriften von Karl Marx ins Französische.

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Wegbereiter des Öko-Marxismus im deutschsprachigen Raum


Elmar Altvater hinterlässt uns ein wertvolles wissenschaftlich-politisches Vermächtnis

Elmar Altvater hat in den letzten drei Jahrzehnten wie kein anderer im deutschsprachigen Raum die öko-marxistische Debatte geprägt. Mit seiner Neugierde und Offenheit für neuere theoretische und empirische Entwicklungen in Europa und darüber hinaus, seiner enormen Kenntnisse von Marx sowie der marxistischen und bürgerlichen Klassiker und seiner Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge als solche zu denken und dennoch verständlich darzustellen. Zudem stieß er immer wieder wegweisende Diskussionen an. Dazu kam ein politisches Interesse an praktischer Gesellschaftskritik und emanzipatorischen Veränderungen, das seine Analysen antrieb. So enden etwa seine Bücher in der Regel mit einem durchdachten Plädoyer für radikale gesellschaftliche Veränderungen. Er war leidenschaftlicher Verteidiger eines transparent und demokratisch organisierten Staates und öffentlichen Sektors. Häufig hörte man von ihm die zugespitzte Aussage: „Die Reichen können sich einen armen Staat leisten, Arme nicht”.

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„… in geschichtlichen Kämpfen die Phrasen von wirklichen Interessen unterscheiden“

marx 200 – quartalsbericht


1869 legt Otto Meissner nach dem „Kapital“ die wichtigste politische Schrift von Marx nach dem „Kommunistischen Manifest“ neu auf. „Der 18. Brumaire des Louis Napoleon“ war 1852 in New York unter falschem Titel in der Zeitschrift Die Revolution von J. Weydemeyer erschienen und nur in wenigen Exemplaren nach Europa gelangt. [1]

Eineinhalb Jahrzehnte später mahnte der Hamburger Verleger »Die kleine Schrift der 18te Brumaire muß ich aus dem einfachen Grunde verlegen, weil ich Ihr Verleger bin und bleiben möchte.«

Marx lieferte lange nicht Bearbeitung und Vorwort, aber um den 20. Juli 1869 erschien dann fast unverändert die erste in Europa verfügbare, als „Zweite Ausgabe“ bezeichnete Neuauflage Der Achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte.

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Heft 42: Karl Marx zum 200sten

Liebe Leserin, lieber Leser,

für Aufregung und Sonderkosten in Hohe von rund 2500 Euro sorgte bei der letzten Ausgabe von Lunapark21 eine juristische Auseinandersetzung um eine – von uns kurz vor der Auslieferung per Hand geschwärzte – Passage im Artikel von Urs-Bonifaz Kohler „Raubtierkapitalismus eben“, in dem dieser über den drohenden neuen Handelskrieg und ein Treffen des US-Präsidenten Donald Trump mit europäischen Wirtschaftsbossen, das Ende Januar am Rande des Weltwirtschaftsforums Davos stattfand, berichtete (LP41, S. 10). Uber diesen Polit- und Jura-Stress konnten wir nur die LP-Abonnentinnen und Abonnenten durch ein eingelegtes Blatt informieren. Ein halbes Dutzend Leser unterstützten uns mit Spenden, so dass wir einen größeren Teil der entstandenen Finanzdelle ausgleichen konnten. Das LP21-Team dankt dafür herzlich.

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Grüne Lügen – entlarvt


Besprechung des neuen Buchs von Kathrin Hartmann

Dass „grüne Fake News umso bereitwilliger geglaubt werden, je offensichtlicher sie sind“, wie Kathrin Hartmann schreibt, hat das Berliner ‚Peng Kollektiv‘ 2013 eindrucksvoll unter Beweis gestellt, als der Ölkonzern Shell mit dem Shell Science Slam sein Image aufbessern und in lockerer Atmosphäre grüne Forschung präsentieren wollte. Zu dieser Veranstaltung passte der Wissenschaftler Paul von Ribbeck einfach perfekt. Er behauptete, eine Technologie entwickelt zu haben, mit der die Luft hinten aus einem Auto sauberer herauskommt als sie vorne hineingeht. Das passte sogar so perfekt zu dem „Science Slam“, dass die Veranstalter, die umstrittene PR-Agentur Burson-Marsteller, keine weiteren Nachforschungen anstellten und ihn als Stargast einluden. Pech für sie, dass Paul von Ribbeck eine Phantasiefigur ist und dass die versprochene Maschine einen eindrucksvollen Ölunfall im Veranstaltungsraum erzeugte – als medienwirksamen Protest der Aktivisten gegen die Ölbohrungen in der Arktis, die so gar nicht zu dem angeblich grünen Image des Konzerns passen. Der Shell Science Slam war ab dem Moment Geschichte.

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Die Klima-Frankensteine

Mit gefährlichen Eingriffen in die Biosphäre wollen Geoingenieure den Klimawandel aufhalten. Dahinter stecken mächtige Interessen und Akteure.

Es ist still geworden nach dem Jubel von Paris: 2015 einigte sich dort die Staatengemeinschaft darauf, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Doch seither ist der globale Treibhausgasausstoß weiter gewachsen und die USA haben ihre Teilnahme am Abkommen aufgekündigt. De facto hat das auch die Bundesregierung getan. Deutschland hatte sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 bis 2020 um 40 Prozent und bis 2030 um 55 Prozent zu reduzieren. Die große Koalition strebt ein Gesetz an, das die Einhaltung dieser Ziele um zehn Jahre nach hinten verschiebt. Kein Wunder: Schließlich belegt der jüngst erschienene Klimaschutzbericht 2017 des Bundesumweltministeriums, dass Deutschland seit 2014 bei der Einsparung von Treibhausgasen kaum einen Schritt vorangekommen ist.

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Binnenmarkt und Weltmarkt

In den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts fand in Russland eine Diskussion über die Perspektiven des Kapitalismus in diesem Land statt. Sie orientierte sich an den so genannten Reproduktionsschemata im zweiten Band des „Kapital“ von Karl Marx.

Liberale Ökonomen sahen in ihnen eine Bestätigung ihrer Ansicht, dass der Kapitalismus auch für Russland das Richtige sei, denn bei Marx sei nachgewiesen, wie harmonisch z.B. Produktionsmittel- und Konsumgüterindustrie ihre Erzeugnisse austauschen könnten.

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Projekt „Digitale Allmende“

Debatte um eine Medienpolitik der Zukunft nach der „No-Billag“-Volksabstimmung in der Schweiz

Anfang März lehnte eine deutliche Mehrheit der abstimmenden Schweizerinnen und Schweizer den Angriff auf das öffentlich-rechtliche Radio und Fernsehen ab. Die von Rechtspopulisten lancierte Initiative zur Abschaffung der Gebührenfinanzierung, die so genannte „No-Billag“-Initiative, erhielt überzeugende 71,6 Prozent Nein-Stimmen. Nach dem Volksentscheid gehen die Diskussionen in der Schweiz jedoch weiter: Einerseits hat der Bundesrat (die Exekutive) für die kommenden Monate den Entwurf eines neuen Mediengesetzes angekündigt. Andererseits liegt ein interessanter, unabhängiger Vorschlag eines neuen Verfassungsartikels vor, der die Medienförderung als notwendige, öffentliche Dienstleistung („Service public“) versteht und eine „digitale Allmende“ erreichen will.

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Rechtsentwicklung und Migration in Europa

Es geht hier nicht um Fakten. Betrieben wird eine knallharte rassistische Politik

Nicht nur die deutsche Regierung, die EU droht am Thema Flüchtlinge und Migration zu zerbrechen. Während das britische Ja zum Brexit und das katalanische Ja zur Unabhängigkeit sich aus unterschiedlichen, auch fortschrittlichen Quellen speisen, ist die aktuelle Krise der Europäischen Union ausschließlich ein Produkt rechter, rechtsextremer und rassistischer Strömungen. Sie stellt damit eine große Gefahr für Frieden und Demokratie dar.

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