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Lunapark21

Da stellen sich zunächst Assoziationen ein an Vergnügungsparks, die es gab oder noch gibt...
Vor allem wird mit Lunapark21 lesbare und nachprüfbare Kritik einer Welt präsentiert, die zum Lunapark derer geworden ist, die haben. Der globale Lunapark: das große Vergnügen (Auf wessen Kosten?), das Glitzern der Verkaufsmeilen (Wer kann da noch kaufen?), das Feuerwerk über der Alster, über Hongkong und Sydney (Wer bezahlt, was da funkelt?) und die Verteidigung am Hindukusch Guantánamo und Staatsempfänge (Der Dalai Lama segnet Angela Merkel!).

Rolf Becker in: Lunapark21, Heft 1, Frühjahr 2008

 
                                                           
                Das aktuelle Heft  

Probelesen:
Winfried Wolf Europa wählt – die Krise Nach der großen Krise 2007/2008 begann ein neuer weltweiter Konjunkturzyklus. Zum ersten Mal vertieft sich in einem solchen Aufschwung die Krise in einem großen Wirtschaftsblock – der EU: Stagnation, Miniwachstum, Peripherie-Krise, weiter ansteigende private & öffentliche Schulden und eine aggressive Expansion (Ukraine!). W. Wolf argumentiert: Die nächste Krise kommt bestimmt. Sie findet in Europa Strukturen vor, die enorm anfällig sind für rechtsextreme & faschistische Bewegungen. In Heft 25 auf den Seiten 6 und 7 – hier LESEN.

Elisabeth von Drücker Frauen FreiluftGalerie Hamburg Hafenarbeit war lange Zeit überwiegend Männerarbeit – bei oberflächlichem Blick. Elisabeth von Dücker, bis 2007 tätig am Altonaer Museum & Museum der Arbeit in Hamburg – lässt in ihrem Beitrag die Blicke weiten, dokumentiert, dass Hafenarbeit schon immer auch Frauenarbeit war und wie in der modernen Hafenlogistik Frauenarbeit eine zunehmend wichtige Rolle spielt. Sie berichtet über die FrauenFreiluft Galerie Hamburg Seit 1994 wird anknüpfend an die mexikanische Wandbildbewegung der 1920er-1950er Jahre ("muralismo") in Hamburg mit Mauer-Kunst im öffentlichen Raum die Geschichte weiblicher Hafenarbeit festgehalten. E. v. Dückers Beitrag im neuen Heft Seite 31 ff – hier LESEN.

Burkhard Ilschner Lasst es sein! Am 19. & 20. Mai findet in Bremen der European Maritime Day statt. Für die Öffentlichkeit wird das Treffen mit den Zielsetzungen Nachhaltigkeit und grünes Wachstum in Verbindung gebracht werden. In Wirklichkeit geht es um den Startschuss zur rücksichtslosen Ausbeutung der Weltmeere – mit unabsehbaren Folgen für das ökologische Gleichgewicht der Meere. Burkhard Ilschner, verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift WATERKANT, berichtet über den seit Jahrzehnten andauernden Kampf gegen die Meeresverschmutzung und die neuen Begehrlichkeiten der rücksichtlosen Ressourcenausbeutung. Lasst es sein! in Heft 25 Seite 43 ff – hier LESEN.

 

Heft 25 Schwein gehabt – Profit gemacht

Das aktuelle Heft hat zwei Schwerpunkte: Den (titelgebenden) zur Fleischindustrie – profett – und das Spezial zu den Meeres-Ressourcen. Peter Clausing, Dipl. Agraringenieur und Toxikologe, mit beruflichen Engagements in der DDR, in den USA, in Dänemark und im Nach-Wende-Deutschland, schneidet uns unter die Schwarte (Schwarte – Herkunft unbekannt – mittelhochdeutsch swart[e] ursprünglich benutzt als Bezeichnung für die dicke menschliche, behaarte Kopfhaut): Schwein gehabt – Profit gemacht: Mastfabriken zwischen Profitzwang und Protesten. Kaum bekannt ist, dass Henry Ford sich die Grundelemente der Fließbandproduktion von Autos in den Schlachthöfen von Chicago abgeschaut hat: Fließbandproduktion. Oder: Das Schlachthof-Prinzip. Upton Sinclair beschrieb das und die Zustände in den Schlachfabriken in seinem 1906 erschienen Roman Der Dschungel (The Jungle) eindringlich – sehr viel hat sich seitdem nicht verändert. Außer vielleicht, das heute auch viele Frauen in dieser einstigen Männerwelt arbeiten. Fleischessen ist aber nach wie vor männlich.
Die Hochglanz-Wochenend-Beilage der Financial Times, How to spend it (locker übersetzt mit „Wie krieg ich mein Geld bloß wieder los?“) brachte im Mai 2013 den Beitrag Only if the coast is clear. Vorgestellt wurden Jacht-Reisen und Luxus-Reisevermittler von Trips in "absolut exklusive Meeres-Regionen". Die Fotostrecke darin inszeniert glasklare, einsame Strände und Atolle – garantiert "clean". Reisekosten: Zwischen 9000 und 54.000 US-Dollar pro Woche/Person – "Essen, Transfers, Wassersport-Aktivitäten und Trecking eingeschlossen".
Die kritischen Debatten zum Zustand von Küsten und Meeren drehen sich meistens um die durchaus wichtigen Themen Fischerei und Plastikmüll. Mit "tröstlichen" Handlungsanweisungen: "Bitte auf die Gütesiegel MSC, FOS und SAFE achten! Plastikmüll bitte einsammeln!" Die Weltmeere sind längst Teil des kapitalistischen Verwertungs- und Ausbeutungsprozesses. Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen Peak oil und der Beschleunigung der Ausbeutung der Tiefsee-Ressourcen. Eine Vorreiterrolle bei der Analyse und Verbreitung dieser Zusammenhänge spielt seit Jahrzehnten die Zeitschrift WATERKANT und ihr maßgeblicher Macher Burkhard Ilschner. Unser gut 20-seitiges Spezial entstand in enger Kooperation mit WATERKANT. Burhard Ilschner arbeitet die Bedeutung des Ende Mai in Bremen stattfindenden "Europäischen Tag der Meere" als Teil dieses kapitalistischen Verwertungsprozesses heraus. Die Geschichte des Seerechts, in den 1970er Jahren als zunächst fortschrittliches Projekt erkämpft und schließlich von den imperialistischen Mächten integriert und pervertiert, stellt Winfried Wolf dar. Jüngst gab es im ostchinesischen Meer zwischen der VR China auf der einen, Japan, Südkorea und den USA auf der anderen Seite einen heftigen Konflikt um ein paar kleine Eilande. Peter Nolan zeigt auf, dass es in erster Linie die USA und die alten Kolonialmächte Frankreich und Großbritannien sind, die mittels einer großen Zahl von über alle Weltmeere verstreuten Inseln gigantische Meeresflächen einschließlich der dazu gehörigen Tiefseeressourcen kontrollieren. Menschen, die sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchten, können sich die Langfassung des Artikels hier herunterladen (Übersetzung: Bernhard Knierim).

Heft 25 Inhalt
quartalslüge „Der Chinese isst zu viel Fleisch“ kolumne w. wolf Europa wählt - die Krise welt & wirtschaft K. H. Roth Konflikte im Troika-Camp Griechenland C. Schuhler Mit oder ohne Euro-Zone T. Fruth Am deutschen Wesen... Die EZB-Entscheidung des BVerfG profett P. Clausing Schwein gehabt – Profit gemacht W. Wolf Fleischessen ist männlich K. Hedtke Rezension: "Am zwölften Tag" peripherie & zentrum M. Pröbsting Werttransfer durch Migration feminismus & ökonomie E. v. Dücker FrauenFreiluftGalerie Hamburg soziales & gegenwehr D. Behruzi VW-Werk Chattanooga: US-Süden bleibt gewerkschaftsfrei
spezial: meer, seerecht & imperialismus Einleitung: „Only if the coast is clear“ B. Ilschner
Lasst es sein! Europäischer Tag der Meere W. Wolf Seerecht, Imperialismus & Rohstoffpolitik W. Wolf Öl, Plastik & Meer P. Nolan Das-Insel-Imperium Lexikon G. Fülberth Merkantilismus der subjektive faktor Christoph Spehr fair oceans lunaluna B. Köhler B. Straube J. Römer P. Supplie ROTRAUM Plastik ist Leben geschichte & ökonomie T. Kuczynski Schlafwandler?! Europawahlen & Erster Weltkrieg zeit & ort S. Gerhardt Bundesagentur für Arbeit: Die Spur des Geldes seziertisch nr. 162 G. Fülberth Edathy, BKA & Aufmerksamkeits-Ökonomie

 
       
    Das Aktuelle Lunapark-Extra Heft  
  extra07 // Es gibt eine Alternative: Öko-Sozialismus
Es gibt ungewöhnliche Kooperationen, bei denen sich überraschender Weise zusammenfügt, was zuvor weit voneinander getrennt war. Dieses Lunapark21-Extra 07 ist das genaue Gegenteil. Diesmal haben sich Leute zusammengetan, die schon lange an verschiedenen Projekten gemeinsam gebastelt haben. Von Anfang an haben Autoren und RedakteurInnen unserer Zeitschrift an der Arbeit des Bildungsvereins Soziales-Arbeit-Leben-Zukunft (SALZ) teilgenommen: als Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats von SALZ, als Referenten auf Veranstaltungen, als Aktive.
Dies galt und gilt auch für die ökosozialistischen Konferenzen, die SALZ seit 2010 jedes Frühjahr in Kassel organisiert hat. Nach dem Auftakt „Ökologie und Sozialismus“ (2010) ging es um ökologische und soziale Fragen der Arbeit (2011) und der Mobilität (2012). Dabei ging es nicht nur darum, in solidarischen Diskussionen Kraft und Argumente für den politischen Alltag zu finden, sondern ebenso um einen Blick über den Tellerrand, auf offene Probleme und neue Herausforderungen.Mit dem extra 07 von Lunapark21 legen wir eine Reihe von Beiträgen vor, die aus verschiedenen Perspektiven das gemeinsame Anliegen beleuchten. Der Inhalt des Heftes:
Thomas Kuczynski Vom Wert der Natur (aus ökonomischer Sicht) // Klaus Engert Schafft die Arbeit ab: Arbeit, Freizeit und Muße // Chris Methmann Öko-Eportweltmeister? Risiken und Nebenwirkungen einer exportorierten Green-Economy // Prof. Dr. Jürgen Rochlitz Großprojekte als Speerspitze: Gegen demokratische Entscheidungsprozesse und für Konzernprofit // Gisela Notz Richtiges Leben im falschen? Theorie und Praxis alternativen Wirtschaftens als Alternative zur Just in Time – Gesellschaft // Sebastian Gerhardt Vom heute zum morgen: Zukunft und sozialistischer Realismus // Klaus Engert Ökologie braucht Planung
 
                                                           
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