Billige China-Böller oder teure Weltwirtschaftskrise?

Noch vor eineinhalb Wochen wurde nur Beruhigendes in Sachen Weltwirtschaft vermeldet. Es werde 2016 aufwärts gehen. Die Arbeitslosenzahlen seien niedrig. Im übrigen sei „der Grieche“, wie er ist: ein Sonderfall. Dann plötzlich diese Schlagzeilen wie „Global markets in turmoil – Weltweite Märkte in Aufruhr“ (Financial Times), „Angst vor dem nächsten Beben“ (Die Welt) „Schockwellen aus China“ (Börsen-Zeitung), „Aktienmärkte in Aufruhr“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung).

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Heft 32: AutoWelt. AbgasLüge. VolksWagenImperium. CarWars.

lunapark 21 - heft 32 - autowelt. abgaslüge. volkswagenimperium. carwars lunart unbekannte/r Sprayer/in quartalslüge VW-Affäre? Skandal Weltautobranche! kolumne winfried wolf Katar. Klima. Krieg welt & wirtschaft Sebastian Gerhardt • Weltwirtschaft zum Jahreswechsel Henrik Paulitz • Syrien – Die verhinderte Erdgas-Macht debatte Jason W. Moore • „Endlose Akkumulation?“ Die nicht bezahlten Quellen des kapitalistischen Reichtums Thomas Fatheuer • „Buen vivir“ & die harten Realitäten in Lateinamerika soziales & gegenwehr Post: Streikabbruch. Interview mit einem Streik-Aktivisten • Rede Kritischen Aktionäre bei der Bayer-Hauptversammlung feminismus & ökonomie Bernhard Knierim • Elterngeld für die partnerschaftliche Familie? spezial >> vw: das auto-imperium Winfried Wolf • Wirtschaftskrimi Volkswagen Oder: Der kurze Sommer von VW als größtem Autokonzern der Welt Stephan Krull • Porsche-Piëch Familienbande. Vom NS-Musterbetrieb zum Privatkonzern! Stephan Krull • Das „System Volkswagen“ Niedersachsen als NS-Erbe & VW-Großaktionär Guntram Hasselkamp • Volkswagen entdeckt das Kohlendioxid Beppe Coniglio • Wahre Größe. Warum redet bei der VW-Affäre niemand über Gewichte, PS & Größe? Heiner Monheim • Am Pranger des Weltgewissens. (Deutsche) Autopolitik am Ende 80 Jahre „Volkswagen“: Chronik einer imperialen Expansion lexikon Georg Fülberth • Wolfsburg und der Korporatismus reisereprotage Bernd Köhler • „NUR WAS NICHT IST IST MÖGLICH“ Putin – die Olympiade – die Stadt – das Meer märchen des neoliberalismus Patrick Schreiner & Kai Eicker-Wolf • „Freihandel schafft Arbeitsplätze & Wohlstand“ geschichte & ökonomie Thomas Kuczynski • Globale Handelskriege einst & heute zeit & ort Sebastian Gerhardt • VW in Chemnitz seziertisch 169Georg Fülberth • Ursachen von Ursachen… Sehen sie selbst. Am Bahnhofskiosk – oder bestellen.

Probelesen:
Stephan Krull Das „System Volkswagen“. Niedersachsen als NS-Erbe und VW-Großaktionär

Thomas Kuczynski Globale Handelskriege einst und heute. Vor einem neuen Weltreich? (vorab im LabourNet Germany)

Tisch 32: tischchen

heft 32 -  der tisch - tischchen„Die Erklärung der bisweilen grausigen Zustände, die in viel zu vielen dieser Alten- und Pflegeheime herrschen, gelingt nur einem solchen Zynismus, der das Fesseln an Bett und Stuhl, Fixierung genannt, als Bestrafung der Alten dafür betrachtet, dass sie so lange leben. Aus dieser zynischen Sicht wird das Windeln der alten Menschen, auch wenn sie noch selbst zur Toilette gehen könnten, zu einem Akt der Generalprävention; das Hungern- und Durstenlassen wird zu einem Akt der Spezialprävention; und das Foto von der alten Frau, die nackt auf einem Toilettenstuhl sitzt, das Essen vor sich auf dem hochgeklappten Tischchen, wird zu einem Werbeplakat für die Sterbehilfe. Solche organisierte Entwürdigung der Alten ist nicht die Regel, aber auch nicht die Ausnahme. Das ist die schöne neue Welt.“

Aus: Wie die „schöne neue Welt“ die Gesundheitsindustrie erschaffen hat von Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, zitiert nach www.staatsschauspiel-dresden.de (zum Theaterstück „Huxleys Herzkatheter“)

Heft 31: Willkommenskultur [robust]

lunanaprk 21 - heft 31 - willkommenskultur [robust]lunart Maria Rigoutsou • Ikonen der Krise quartalslüge Flüchtlinge: Not & edel? Push & pull! kolumne winfried wolf VW, das Kapital und der ordinäre Skandal Automobilität welt & wirtschaft Henrik Paulitz • Reichtum & Fluch der Energievorkommen im östlichen Mittelmeer Nikos Chilas • Die offene Wunde: Das dritte Memorandum für Griechenland Thomas Kuczynski • Griechenland & die europäische Linke Sebastian Gerhardt • Griechenland: Selbstverwaltete Austerität Thomas Piketty • Muss man immer seine Schulden zurückzahlen? soziales & gegenwehr „Mit kühlem Kopf & heißem Herz…“ Interview mit Claus Weselsky (GDL) lunart Paola M. • Haifisch Aron Amm • Black Lives Matter & der Aufstieg von Bernie Sanders quartalsmärchen des neoliberalismus Patrick Schreiner & Kai Eicker-Wolf • „Wer keine Arbeit hat, muss sich anstrengen!“ feminismus & ökonomie Gunhild Gutschmidt • Müttererwerbstätigkeit: Zwei Schritte vor, einer zurück Therese Wüthrich • 20 Jahre Aktionsplattform von Beijing Gisela Notz • Die (Un)vereinbarkeit von Familie & Beruf spezial >> willkommenskultur [robust] Winfried Wolf • Flucht & Ursachen: Struktur & Ökonomie der Massen-Migration Thomas Fruth • Verfahren nach der Dublin-II bzw. III-Verordnung Hannes Hofbauer • Orban und die Verschubmasse Flüchtling Sebastian Gerhardt • Balkan Transit: Fakten, Projektionen, Bewegungen Bernd Kasparek • Legale & sichere Fluchtwege schaffen! Antirassistische Initiative Berlin • Refugees welcome? Christian Salmhofer/Hannes Höller • Krumpendorf (Österreich): „Welcome Everybody“ Thomas Fruth • Migration am Beispiel Mexiko – USA: Pull & Push lexikon Georg Fülberth • Deutsches Märchen buchbesprechung Sebastian Gerhardt • Ralf Krämer: Politische Ökonomie der Gegenwart geschichte & ökonomie Thomas Kuczynski • Treuhandgesellschaften einst und heute zeit & ort Sebastian Gerhardt • Der Papst, die Migration & Ellis Island lunart Manni Pink • Genboy seziertisch Georg Fülberth • Austerität

Probelesen:
Thomas Piketty Muss man immer seine Schulden zurückzahlen? (vorab im LabourNet Germany)

Sebastian Gerhardt Selbstverwaltete Austerität. Griechenland kann die Festung Europa nicht schleifen, aber es gibt ein Loch in der Mauer (vorab im LabourNet Germany)

Tisch 31

Achtung: Panne! Durch einen blöden Fehler bei der Datenaufbereitung erschien auf der Umschlagseite 4 des Heftes 31 der identische tisch aus Heft 30. Für den zerknirschten gestalter niederschmetternd: kaum jemand hat es gemerkt! Nichtmal alle Redaktionsmitglieder. Wer und wer nicht verraten wir nicht.

Das lunapark21-Archiv: freier Zugang und ökonomische Notwendigkeit

lunapark21 ist eine unabhängige Zeitschrift, und Unabhängigkeit hat ihren Preis: Nur die Einnahmen aus Abonnements und Verkauf ermöglichen das Erscheinen, die Bezahlung von Druckerei und Vertriebskosten, sowie zuweilen einige – geringe – Honorare. Wer für dieses Projekt als Autor/in oder Künstler/in unentgeltlich arbeitet, muß seinen/ihren Lebensunterhalt anderswo verdienen. Die Produktion einer Zeitschrift ist Arbeit. Deshalb brauchen wir mehr Abos. Das ist die eine Seite.
Auf der anderen Seite haben wir lunapark21 aus politischen Gründen erfunden. Aus diesen politischen Gründen stellen wir die Inhalte – Texte, Tabellen, Schaubilder – der lunapark-Hefte mit einer Verzögerung von einem halben Jahr hier frei zur Verfügung. Für den Anfang die Hefte 21 bis 30, weitere folgen je nach Zeit und Kraft.
Die Inhalte sind zunächst durch die Inhaltsverzeichnisse der Ausgaben, daneben durch Schlagworte und Kategorien erschlossen.
Selbstverständlich freuen wir uns über eine breite Nutzung dieses Angebots.
Wer es aber nützlich findet, der oder die sollten sich ein Abo zulegen. Dann gibt es auch die aktuellen Ausgaben pünktlich nach Haus – nicht nur mit allen Inhalten, sondern auch in der entsprechenden künstlerischen Form.

Heft 30: banknix – grexit

lunapark 21 - heft 30 - banknix - grexitquartalslüge „In Griechenland muss die Mehrwertsteuer vereinfacht werden“ kolumne winfried wolf: Die Demokratie der Menschen versus die Diktatur der Bankautomaten welt & wirtschaft H. Hofbauer • Baltimore 2015: Soziale Explosion nach ökonomischem Niedergang W. RügemerFreihandel & Krieg soziales & gegenwehr G. Schmidt • Kampf für menschenwürdiges Leben im Norden Mexikos H. Neuhaus •  Alstom: Warum ein Großkonzern zerschlagen wird C. Bunke •  Manchester: Bündnis von Labour & Tories zwecks Privatisierung lexikon Georg Fülberth •  Einheitsgewerkschaft feminismus & ökonomie G. Burckhardt • Edle Labels & billige Mode: Mörderisches Shoppen G. Notz •  70 Jahre Tag der Befreiung: Aufbruch der Frauen – ausgebremst zentrum & peripherie T. Wüthrich •  Mikrokredite: Geschäft mit der Armut T. Fruth • Zu den Landtags- & Kommunalwahlen in Spanien spezial Vergangenheit & zukunft von eu & eurozone W. Wolf • Bangen – unbändige Freude – und erneutes Bangen W. Wolf • Athen im Juni & Juli: Bilder – Eindrücke – Gespräche Handelsblatt & Handelsblatt-Korrespondent W. Wolf • Die Troika-Zumutung der Renten-„Reform“ debatte pro & contra eurozone C. Laskos & E. Tsakalotos • Die Mehrheitsposition von Syriza Interview mit C. Lapavitsas • Geordneter Austritt aus dem Euro S. Gerhardt • Deutscher Sonderweg zur Spitze des liberalen Imperialismus umwelt.energie.verkehr H. Paulitz • Ukraine-Krieg: Kriegstreiber Energiekonzerne? kultur A. Komlosy • Buchvorstellung: Fabian Scheidler „Das Ende der Megamaschine.“ G. Michalek • Flaschenpost – Eine Ausstellung von Joachim Römer in Bingen/Rhein geschichte & ökonomie Thomas Kuczynski •  Religionskriege? zeit & ort Sebastian Gerhardt • Die City of London: Elitäre Selbstregierung seziertisch 167 G. Fülberth •  Frühling oder Herbst?

 

quartalslüge „In Griechenland muss die Mehrwertsteuer vereinfacht werden“

Aus: Lunapark21 – Heft 30

Neben der Forderung nach einer „Rentenreform“ in Griechenland spielte in der Woche vor dem Referendum die Forderung nach einer „Vereinfachung der Mehrwertsteuer“ in diesem Land eine wichtige Rolle. Bei beiden Themen gibt es die übliche doppelte Tarnung: Einerseits traten die tatsächlichen politischen Akteure – Lagarde, Draghi und Merkel-Schäuble – in den Hintergrund; sie schickten sogenannte technische Teams an die Front. Wobei auch die Eurozonen-Finanzminister sich als solche „Handwerker“ geben. Auf der anderen Seite wurde das Bild vermittelt, es gehe um „Transparenz“ und um sinnvolle – objektiv notwendige – „Reformen“. Das ist eine satte Quartalslüge.

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Weg der Würde oder fortgesetzte Erpressung

Griechenland nach dem Referendum
kolumne winfried wolf aus: Lunapark21 – Heft 30

Voller Hohn waren die Qualitätsmedien vor dem griechischen Referendum. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung unkte noch am 30. Juni: „Es ist nicht einmal klar, ob die Regierung Tsipras wenigstens das Referendum ordentlich organisieren kann.“ Wie der Boss einer Erpresser-Gang trat die deutsche Kanzlerin auf, als sie im Bundestag am 1. Juli eiskalt erklärte: „Vor dem Referendum kann über kein Hilfsprogramm verhandelt werden“. Frau Merkel setzte dabei voll auf den Sieg des „Ja“, was die britische Financial Times am 2. Juli kommentierte mit: „Die zu allem entschlossene Kanzlerin zieht die Daumenschrauben an“.

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Soziale Explosion nach ökonomischem Niedergang: Baltimore 2015

Hannes Hofbauer in Lunapark21 – Heft 30

Im Park neben der St. Vincent de Paul-Kirche, nördlich des Hafens gelegen, logieren geschätzt 40 bis 60 Obdachlose; Hautfarbe: schwarz, Geschlecht: männlich. „Ohne den Schutz der Kirche wären wir hier schon längst vertrieben“, erzählt uns ein zahnloser junger Mann bereitwillig. Zwei Säcke oder Tragetaschen darf jeder hier laut ungeschriebenem Gesetz als persönliches Hab und Gut in die damit bereits stark übernutzte kleine Parkfläche mitnehmen, meint unser Informant und deutet auf ein Fleckchen Erde, auf dem sich sechs, sieben Plastikbeutel mit Kleidung, Decken und Vorräten stapeln. Dieser Kollege und Leidensgenosse, will er mit der Geste sagen, hält sich nicht an die Regeln.

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