quartalslüge: „Die Sparpolitik begann erste Früchte zu tragen…“

Winfried Wolf in Lunapark21 – Heft 29

In den vergangenen Wochen und Tagen tauchte im Zusammenhang mit der Zuspitzung der politischen und ökonomischen Krise in Griechenland immer wieder eine Behauptung auf, die da lautet: „Und dabei begann doch die Sparpolitik erste Früchte zu tragen….“ Stellvertretend für viele Berichte sei hier die Rheinische Post vom 29. Dezember 2014 – also aus der Zeit vor dem Syriza-Wahlsieg – zitiert: „Die strikte Sparpolitik der Regierung Samaras trug erste Früchte, das Wachstum zog langsam an, die horrende Arbeitslosigkeit begann, ganz leicht zu sinken. Anteil daran hatte neben den gewaltigen Anstrengungen der Griechen selbst mit Lohnkürzungen von 25 Prozent auch die internationale Gemeinschaft, die Athen mit Notkrediten über die Krise half. Dies ist alles in Gefahr, wenn nun vorgezogene Neuwahlen kommen. […] Ein triumphierender Links-Populist Tsipras [ist] Gift für den Erholungskurs.“

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Erpressung pur

Griechenland, deutsche Verantwortung und der Tod eines Siemens-Ehrenmannes
kolumne winfried wolf. Lunapark21 – Heft 29

Port-au-Prince, 13. November 1995, Präsidentenpalast. Präsident Bertrand Aristide redet gegenüber der kleinen Bundestagsdelegation, deren Mitglied ich bin, über „Armut, Analphabetentum und Arbeitslosigkeit in Haiti“. Günther Dahlhoff, deutscher Botschafter im Land, unterbricht Aristide barsch und fragt: „Wie steht es mit den Privatisierungen in Ihrem Land, Exzellenz? Was ist mit dem E-Werk?“ Ich hatte durchaus eine Vorstellung von imperialistischer Politik. Doch so offen erpresserisch hatte ich mir das nicht vorgestellt.

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„Bewußt eine Sackgasse herbeiführen“

Mit Geheimdienstmethoden gegen die GDL – Outsourcing der DB-AG-Verhandlungsstrategie nach Zürich?
Werner Rügemer/Winfried Wolf. Lunapark21 – Heft 29

Wenn der Bahn-Vorstand mit Gewerkschaften verhandelt, ist Werner Bayreuther dabei. Er ist Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der Mobilitäts- und Verkehrsdienstleister (Agv-MoVe). Er gehört aber auch zum Team des Schranner Negotiation Institute (SNI) in Zürich (Negotiation = Verhandlung). Auf der SNI-Website wird Bayreuther angepriesen: „Er hat die Deutsche Bahn in der Verhandlung mit der GDL beraten und aktiv unterstützt.“

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„Die EU in ihrer jetzigen Form…“

Das Europa der Misere ist die Voraussetzung für den ökonomischen Erfolg deutscher Konzerne und Banken
Winfried Wolf. Lunapark21 – Heft 29

Die Heftigkeit, mit der insbesondere die deutschen Medien auf den Wahlerfolg von Syriza und auf die politische Offensive der neuen griechischen Regierung reagieren, ist ebenso einmalig wie logisch.

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quartalslüge „Die Forderungen der Lokführer sind unerfüllbar“

Winfried Wolf. Lunapark21 – Heft 28

Die Tarifauseinandersetzungen bei der Deutschen Bahn AG sind längst nicht vorbei. Sie könnten sich ab Mitte Januar neu zuspitzen. Oder, wie es der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes, Willi Russ, formulierte: „Die Ruhe ist trügerisch. […] Der Beamtenbund (dbb) ist hochbesorgt, dass die Stimmung Anfang Januar brutal umkippen wird. Im Vergleich zu dem, was uns dann bei der Bahn bevorstehen wird, war dann alles Bisherige nur Kinderkram.“ (Süddeutsche Zeitung, 12.12.2014).

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Humanisierung der Arbeit bei der Bahn und die Forderungen der GDL

Oder: Die Notwendigkeit des gewerkschaftlichen Kampfes zur Erhaltung der Gesundheit, für ein menschenwürdiges Leben während der Arbeit und danach – und zur Reduktion der Arbeitslosigkeit
Anton Kobel/Winfried Wolf. Lunapark21 – Heft 28

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 28. November fand sich ein bemerkenswerter ganzseitiger Artikel mit der Überschrift „Papa sein“. In dem Beitrag wird beschrieben, wie schwierig es ist, ein anstrengendes Berufsleben mit einer verantwortungsvollen Rolle als Vater zu vereinbaren. Dabei geht es nicht um irgendeinen Beruf und nicht um irgendeinen Menschen. Es geht um den Beruf des Top-Managers im Allgemeinen und um Mohamed El-Erian im Besonderen, einen Mann, der bis vor kurzem Vorstand bei Pimco, dem größten Rentenfonds der Welt, war.

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Vermintes Gelände

Weltwirtschaft zum Jahreswechsel 2014/15
Winfried Wolf. Lunapark21 – Heft 28

Die kapitalistische Weltwirtschaft bewegt sich zum Jahreswechsel 2014/ 2015 durch ausgesprochen unsicheres und mit Krisen vermintes Gelände. Im Grunde handelt es sich um eine mehrfach gespaltene Weltökonomie mit Wachstums- und Stagnations-, wenn nicht Rezessionsregionen, die sich allerdings wechselseitig beeinflussen.

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Vor und hinter den Freihandelsfestungen

Die verheerende soziale Bilanz des jüngsten Konjunkturzyklus
Beitrag aus: Lunapark21 – Heft 28

Der jüngste Zyklus der Weltkonjunktur ist vor allem in sozialer Hinsicht verheerend. Dies trifft auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit, die wachsende Kluft zwischen reich und arm, die Zunahme der Verelendung in Europa, den andauernden Welthunger in den Industriestaaten und auf Migration und Flucht zu.

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„Wir werden Putin mit Sanktionen in die Knie zwingen“. quartalslüge.

Winfried Wolf. Lunapark21 – Heft 27

Die Regierung in Washington, die Europäische Union und das Merkel-Gabriel-Team in Berlin betreiben seit Frühjahr 2014 gegenüber Russland eine Politik, die sich gefährlich auf einen offenen Wirtschaftskrieg zubewegt. Im Zeitraum März bis September gab es bislang drei Wellen mit Sanktionen. Damit wurde der reale Krieg, den es in der Ukraine bis zum Waffenstillstand von Anfang September gab, immer neu befeuert. Die Grundaussage der Sanktionspolitik lautet: „Wir werden damit Putin in die Knie zwingen“.

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