quartalslüge. „Die Hochrüstung von Rusland und China ist bedrohlich“

Winfried Wolf. Lunapark21 – Heft 26

Im Mai äußerte Anders Fogh Rasmussen: „Russland hat seine Verteidigungsausgaben um dreißig Prozent erhöht, während einige europäische Verbündete ihre Ausgaben um 40 Prozent gekürzt haben. Was in der Ukraine geschehen ist, muss ein Weckruf für Europa sein. Deshalb appelliere ich an die Verbündeten: […] Dreht den Trend um! Investiert Schritt für Schritt mehr Geld in die Verteidigung!“ So nachzulesen in einem ganzseitigen Interview in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, Ausgabe vom 4. Mai 2014. Im Juni legte der US-amerikanische Kriegsminister Chuck Hagel nach.

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Die Bundeswehr neu erzählen. kolumne winfried wolf

Oder: Ernst Jüngers „Krieg als Arbeit“ in postmodernem Kostüm
Lunapark21 – Heft 26

Als sich der deutsche Bundespräsident Anfang des Jahres auf der Sicherheitskonferenz in München und dann mit nochmals deutlicheren Worten im Juni in einem Interview mit Deutschlandradio Kultur dafür aussprach, „im Kampf für Menschenrechte auch zu den Waffen zu greifen“, stieß er auf heftige Kritik aus dem demokratischen Lager. Jürgen Todenhöfer bezeichnete Joachim Gauck als „Jihadisten“ und schrieb: „Wer stoppt diesen überdrehten Gotteskrieger […] Der Mann ist doch ein Sicherheitsrisiko für unser Land.“
Todenhöfer hat recht. Die Fotomontage, mit der er den Bundespräsidenten als Gotteskrieger in der Pose des Bin Laden-Nachfolgers Aiman al-Zawahiri darstellen ließ, war mutig und berechtigt.

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Bezahlt die Deutsche Bahn AG Fälscherwerkstätten?

Gefälligkeitsgutachten anlässlich 20 Jahre Bahnreform
Bernhard Knierim/Winfried Wolf. Lunapark21 – Heft 26

Die Deutsche Bahn AG ist bemüht, möglichst viele positive Stimmen zur Bahnreform in der Öffentlichkeit zu platzieren. Auffällig sind dabei zwei aktuelle Gutachten, die die DB AG selbst in Auftrag gegeben hat – eines bei der Unternehmensberatung Roland Berger und eines beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW).[1]

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Erster Weltkrieg und Ukraine-Krise

Rüstung, Krieg & Kapital
Winfried Wolf. Lunapark21 – Heft 26

Den Ausgangspunkt für den Ersten Weltkrieg bildete eine jahrzehntelang betriebene Hochrüstung in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich-Ungarn und Russland. Diese Aufrüstung und die Wirkung der Rüstungsproduktion auf Ökonomie und Politik spielen in den aktuellen Debatten um den Ersten Weltkrieg so gut wie keine Rolle.

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Hermes & Ares

Winfried Wolf. Lunapark21 – Heft 26

Wochenlang gab es ein hörbares Wehklagen der deutschen Industrie angesichts der einigermaßen harten Politik des Westens gegen Russland in der Ukraine-Krise. Immerhin gingen 2013 deutsche Exporte im Wert von 36 Milliarden Euro nach Russland, womit das Land auf Rang 11 unter den wichtigen Exportmärkten deutscher Unternehmen steht. Nach einigem Hin und Her scheint sich am Ende allerdings die „nationale“ gegen die „primär ökonomisch bedingte Politik“ durchgesetzt zu haben: Die Berliner Regierung vollzog weitgehend einen Schulterschluss mit den USA und der Nato und hielt damit auch die EU auf dieser einigermaßen harten Linie.

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„Der Chinese isst zu viel Fleisch (und ruiniert seine Gesundheit und unser Klima)“. quartalslüge

Winfried Wolf. Lunapark21 – Heft 25

Beim Thema Statistik wird oft der Satz zitiert „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“. Meist wird der britische Premier Winston Churchill als Autor genannt. Dafür gibt es keinen Beleg – wohl aber Indizien dafür, dass es die NSDAP-Propagandamaschine war, die diesen Spruch in die Welt setzte und Churchill zugleich als seinen Urheber ausgab.

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Europa wählt – die Krise. kolumne winfried wolf

Schwelbrand in allen Stockwerken – mit brandgefährlichen politischen Folgen
Lunapark21 – Heft 25

Noch nie gab es in Europa eine Wirtschaftsperiode, die offiziell als Konjunkturaufschwung definiert wird, in deren Verlauf es jedoch zu einer Intensivierung der Krisenerscheinungen kommt. Einmalig dürfte auch der Umstand sein, dass diese verallgemeinerte Krisensituation von der großen Mehrheit der EU-Bevölkerung durchaus wahrgenommen wird, dass jedoch in den europäischen Kernregionen Deutschland, Österreich, Niederlande, Skandinavien und, abgeschwächt bereits, in Frankreich ein höchst trügerisches Bild relativer Stabilität herrscht.

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Das „gemeinsame Erbe“ wird verspielt

Seerecht, Imperialismus und Rohstoffpolitik
Winfried Wolf. Lunapark21 – Heft 25

Rohstofffragen waren im Kapitalismus schon immer Machtfragen. Und die Frage, wer die Weltmeere kontrolliert, führte noch immer zur jeweiligen Hegemonialmacht – zu Holland, Großbritannien oder zu den USA.

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