quartalslüge „Die Forderungen der Lokführer sind unerfüllbar“

Winfried Wolf. Lunapark21 – Heft 28

Die Tarifauseinandersetzungen bei der Deutschen Bahn AG sind längst nicht vorbei. Sie könnten sich ab Mitte Januar neu zuspitzen. Oder, wie es der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes, Willi Russ, formulierte: „Die Ruhe ist trügerisch. […] Der Beamtenbund (dbb) ist hochbesorgt, dass die Stimmung Anfang Januar brutal umkippen wird. Im Vergleich zu dem, was uns dann bei der Bahn bevorstehen wird, war dann alles Bisherige nur Kinderkram.“ (Süddeutsche Zeitung, 12.12.2014).

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Stupid Work 2.0

Auslagerung schafft nicht nur prekäre, sondern auch monotone Jobs
Jörn Boewe. Lunapark21 – Heft 28

„Gelernt hab ich KFZ-Mechaniker“, sagt Karsten. Aber obwohl er in der Autoindustrie arbeitet, würde der 28-Jährige heute in seinem Beruf nichts mehr finden. „Ich bin zu lange raus«“, sagt er. Seit fünf Jahren baut Karsten mit an Autos, die zu den modernsten gehören, die in Deutschland produziert werden. Es klingt paradox, aber es ist genau dieser Job, der ihn dequalifiziert hat.

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Arbeitskämpfe bei Amazon in Deutschland

Streikende und kreative Kundschaft für Tarifvertrag und Respekt!
Anton Kobel. Lunapark21 – Heft 28

Seit dem 9. April 2013 streiken immer wieder Beschäftigte in deutschen Amazon-Niederlassungen für ihre Forderungen. Ziel ist ein mit ver.di abgeschlossener Tarifvertrag, der die gängigen, regionalen Tarif-Regelungen des Einzel- und Versandhandels beinhaltet.

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Humanisierung der Arbeit bei der Bahn und die Forderungen der GDL

Oder: Die Notwendigkeit des gewerkschaftlichen Kampfes zur Erhaltung der Gesundheit, für ein menschenwürdiges Leben während der Arbeit und danach – und zur Reduktion der Arbeitslosigkeit
Anton Kobel/Winfried Wolf. Lunapark21 – Heft 28

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 28. November fand sich ein bemerkenswerter ganzseitiger Artikel mit der Überschrift „Papa sein“. In dem Beitrag wird beschrieben, wie schwierig es ist, ein anstrengendes Berufsleben mit einer verantwortungsvollen Rolle als Vater zu vereinbaren. Dabei geht es nicht um irgendeinen Beruf und nicht um irgendeinen Menschen. Es geht um den Beruf des Top-Managers im Allgemeinen und um Mohamed El-Erian im Besonderen, einen Mann, der bis vor kurzem Vorstand bei Pimco, dem größten Rentenfonds der Welt, war.

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Die 20-Euro-Premieren

Film zur Weltfinanzkrise mit bislang 150 Premiere-Auf-führungen am 11. Februar
Herdolor Lorenz. Lunapark21 – Heft 28

Wem nützt die sog. Krise? Licht ins Dunkel versucht die aktuelle Produktion von Leslie Franke und Herdolor Lorenz „Wer Rettet Wen?“ zu bringen. Nach einem letzten Dreh auf Island sind die Dreharbeiten zu diesem neuen Dokumentarfilm abgeschlossen. Die Premiere des mit „Filmförderung von unten“ finanzierten Films findet zeitgleich am 11. Februar in mindestens 150 Städten Europas statt.

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Harter Konflikt

Streik für die 35-Stunden-Woche vor 30 Jahren
Daniel Behruzi. Lunapark21 – Heft 27

Es war einer der härtesten und langwierigsten Arbeitskämpfe der bundesdeutschen Geschichte: der Streik für die 35-Stunden-Woche in der westdeutschen Metall- und Druckindustrie. Vor 30 Jahren erreichten die Gewerkschaften IG Metall und IG Druck und Papier nach wochenlangen Arbeitsniederlegungen und in einer von heftigen Anfeindungen geprägten Stimmung den Einstieg in die Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden. Seither gibt es in dieser Frage allerdings kaum noch Bewegung.

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Immer der Arbeit nach

Die illegalisierte tunesische Arbeitsmigration Richtung Italien
Susanne Rieper. Lunapark21 – Heft 26

Seit Beginn der 1990er Jahre leben in Italien Tunesierinnen und Tunesier ohne Aufenthaltsgenehmigung, sogenannte Illegalisierte. Wie viele es genau sind, ist nicht bekannt. 2009 wurden in Italien 8175 Menschen mit tunesischer Staatsangehörigkeit und ohne Aufenthaltsbewilligung von der Polizei aufgegriffen, 2010 waren es 5160. Nach den Marokkanern stellen sie in Italien die zweitgrößte Gruppe der illegalisierten Arbeitsmigration dar.

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Gnadenlos billig

Verlierer des historischen Strukturwandels im Einzelhandel sind die Beschäftigten
Jörn Boewe/Johannes Schulten. Lunapark21 – Heft 26

Wer wissen will, wohin sich der deutsche Einzelhandel entwickelt, sollte dieser Tage genau nach Ingolstadt und in den Großraum Bonn schauen. Dort ließ die Deutsche Post vor vielen Hauseingängen Paketboxen aufstellen. Der DHL-Bote, so die Idee der Post-Tochter, kann die Plastikkisten mit einem elektronischen Schlüssel öffnen und die Pakete deponieren, danach nimmt er die Retouren des Kunden wieder mit. Die Logistikbranche sucht nach Wegen, die Bestellflut übers Internet in den Griff bekommen.

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