[lexikon] Deutsches Märchen

Aus: LunaPark21 – Heft 31

Am 13. Juli 2015, nach der Kapitulation von Alexis Tsipras, war Rolf-Dieter Krause, der Brüsseler ADR-Korrespondent, der in den Wochen vorher gegen Syriza gehetzt hatte, doch etwas blass um die Nase: Heute sei mit „Europa“ etwas Bedenkliches passiert. Die so genannte Wertgemeinschaft hatte sich als deutsches Diktat entpuppt, mit einer Marionettenregierung in Athen. Bei Demonstrationen in Griechenland waren während der vorausgegangenen Auseinandersetzungen Bilder Angela Merkels zu sehen: mit Hitler-Bärtchen. Brennende Flüchtlingsheime in deutschen Kleinstädten waren eine zusätzliche Illustration: Reich des Bösen.

Acht Wochen später sah das anders aus. Die Bundeskanzlerin

weiterlesen[lexikon] Deutsches Märchen

Warten auf Podemos? seziertisch nr. 166

Georg Fülberth. Lunapark21 – Heft 29

Syriza hat die Wahl mit dem Versprechen gewonnen, die Auflagen der Troika nicht länger zu akzeptieren. Dies konnte sie nicht halten, denn dann hätte Griechenland eine dringend erforderliche Übergangsfinanzierung für die nächsten Monate nicht erhalten.

weiterlesenWarten auf Podemos? seziertisch nr. 166

Arbeitsteilung.lexikon

Georg Fülberth. Lunapark21 – Heft 28

Großer Beliebtheit erfreut Marx‘ und Engels‘ Vorstellung von einer Gesellschaft, in der es möglich sein werde, „heute dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren, wie ich gerade Lust habe, ohne je Jäger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden.“ (MEW 3, S. 33).

weiterlesenArbeitsteilung.lexikon

Nachgereichte Ideologie. seziertisch nr. 165

Georg Fülberth. Lunapark21 – Heft 28

Der Bundespräsident, drei von vier Bundestagsfraktionen, sämtliche Leitmedien werben für die Verstärkung der militärischen Komponente in der deutschen Außenpolitik. Es geht um den Beitrag der BRD zum Zweiten Imperialismus. Was es mit Letzterem auf sich hat, soll hier zunächst erklärt werden.

weiterlesenNachgereichte Ideologie. seziertisch nr. 165

Externe Schocks, Kriege und „inner-ökonomische” Dynamik. lexikon

Georg Fülberth. Lunapark21 – Heft 27

Als externe Schocks gelten unerwartete außerökonomische Einwirkungen auf Marktprozesse. Naturkatastrophen, Anschläge, Kriege, Sanktionen, politische Regimewechsel setzen bisherige Kalkulationen außer Kraft und entwerten Investitionen. Es sind Ausnahmen, die eine vorgebliche Normalität stören: die Selbstregulierung der Märkte. Deshalb werden externe Schocks häufig negativ bewertet.

weiterlesenExterne Schocks, Kriege und „inner-ökonomische” Dynamik. lexikon

1914. lexikon

Georg Fülberth. Lunapark21 – Heft 26

Es klingt zynisch und ist es auch: Nachdem der Erste Weltkrieg beendet war, fast zehn Millionen Menschen umgebracht und 20 Millionen verwundet und verstümmelt waren, bestand seine operative politische Bedeutung in der Geschichtspolitik, die bis heute mit ihm gemacht wird.

weiterlesen1914. lexikon

Europäischer Bonapartismus. seziertisch nr. 163

Georg Fülberth. Lunapark21 – Heft 26

Als das Bundesverfassungsgericht gefür die Wahl zum Europäischen Parlament alle Sperrklauseln aufhob, ratifizierte es eine längst feststehende Tatsache: Die EU ist keine parlamentarische Republik. Wäre sie das, dann wäre die Regierung ein Produkt der Volksvertretung, und diese hätte das Budgetrecht. Beides ist nicht der Fall.

weiterlesenEuropäischer Bonapartismus. seziertisch nr. 163

Merkantilismus. lexikon

Georg Fülberth. Lunapark21 – Heft 25

Historisch versteht man unter Merkantilismus die im 17. und 18. Jahrhundert in Europa vorherrschende Praxis, durch Förderung der Ausfuhr und Beschränkung der Einfuhr Handelsüberschüsse zu erzielen, die auf dem Weg über Steuern und Abgaben dem Staatshaushalt zugute kamen.

weiterlesenMerkantilismus. lexikon