Fiat-Geld und Bullshit-Bitcoins

Der neue Bitcoin-Hype und Elon Musk

Vor drei Jahren, als der Preis des Bitcoin von über 20.000 auf unter 10.000 Dollar gefallen war, gab ich (in Heft 41) über seine Börsenaussichten eine Leerprognose ab: „Wie er sich in Zukunft entwickeln wird, weiß niemand, denn Bitcoin hat schon manchen Kurseinbruch überstanden…“ Heute (20. Februar) liegt der Kurs über der 50.000-Dollar-Marke. Warum?

Die Erschaffung des Bitcoin war eine Reaktion auf die Finanzkrise 2008/9. Ursprünglich wurde die Kryptowährung von Enthusiasten erschaffen, die das Finanzsystem demokratisch gestalten und damit die Macht der Zentralbanken brechen wollten. Inzwischen ist die Macht der Zentralbanken mehr oder minder darauf reduziert, Schulden zu verwalten und Geld zu drucken; selbst die früher so spannende Frage, wie die Zentralbankzinsen sich entwickeln werden, interessiert kaum noch – sie sind Null. Ein Erfolg der einstigen Bitcoin-Enthusiasten auf dem Wege zur Finanzdemokratie? Wohl kaum, denn die Schaffung neuer Bitcoins ist wegen der dabei anfallenden Kosten, vor allem der ständig steigenden Energiekosten, so teuer geworden, dass der Bitcoin zu einer Kryptowährung für Reiche geworden ist.

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Das Virus, das Kapital und die Solidarität

Eine Zwischenbilanz der Pandemie

„Im Mai sind wir aus dem Schneider!“ So kommentierte der Prager Ökonom und Kritiker der tschechischen Corona-Politik, René Levínský, die Epidemie-Situation in seinem Land. Er meinte damit, dass ein großer Teil der Bevölkerung dann Antikörper entwickelt habe, dass ein anderer großer Teil dann geimpft – und dass ein dritter Teil dann tot sei. Levínský: „Am Ende werden vielleicht 50.000 gestorben sein. Völlig unnötig.“ Tschechien weist aktuell weltweit die höchste Zahl der Corona-Toten bezogen auf 100.000 Menschen auf.1

„Bis September werden alle Bundesbürger ein Impfangebot haben.“ So die deutsche Kanzlerin mit Blick auf die Bundestagswahl im selben Monat. Dann werden in Deutschland weit mehr als 80.000 Menschen den Corona-Tod gestorben sein. Das sind zwanzigmal so viel, wie im Eineinhalbjahres-Zeitraum im Verkehr auf deutschen Straßen derzeit zu Tode kommen.2

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„Der Weltflugverkehr ist auf ein historisch tiefes Niveau abgestürzt“

quartalslüge I/MMXXI

Im Februar 2021 erklärte der Weltflugverband International Air Transport Association (IATA): „Aviation is in crisis. This is the most profound de-connecting of modern society since World War II.“ Es gebe eine Weltflugverkehrskrise. Noch nie seit Ende des Zweiten Weltkriegs sei es zu einer vergleichbaren Zerstörung der Vernetzung der modernen Gesellschaft gekommen. Das ist eine Quartalslüge. Wenn es eine Krise gibt, dann ist es eine Klimakrise. Zu dieser trägt der Weltflugverkehr massiv bei. Im Übrigen liegt der Weltflugverkehr auf dem Niveau von 2004. So what?

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Liebe Leserin, lieber Leser,

wir legen seit Gründung des Projekts Lunapak21 im Jahr 2008 einen besonderen Wert auf die Gestaltung der Zeitschrift und auf Ästhetik. Eine besondere Bedeutung haben dabei die Seiten LunArt (siehe Seite 4), die U3 und die U4 (innere und äußere hintere Umschlagseiten; in diesem Heft die Seiten 83 und 84). In diesem Zusammenhang werden uns immer wieder Fotos zugesandt, so solche aus Lunaparks in anderen Ländern (siehe in diesem Heft U3 bzw. S. 83). Zunehmend verwenden wir als LunArt-Seiten auch Fotos von Graffiti, Hauswänden mit künstlerischen Darstellungen bzw. Wandmalerei. Wir freuen uns über alle solche „unverlangt eingesandte“ Fotos und geben uns Mühe, diese zu würdigen, zu archivieren und gegebenenfalls in LP21 wiederzugeben.

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