Gentechnik-Alarm

Wo was auftaucht, das da laut Monsanto nie und nimmer auftauchen kann
Urs-Bonifaz Kohler. Lunapark21 – Heft 22

Zwei Ereignisse haben in jüngerer Zeit das Thema Gentechnik neu auf die Tagesordnung gesetzt: Da wurde in den USA Gen-Weizen entdeckt, den es nach Ansicht des US-Landwirtschaftsministeriums und des Herstellers, des führenden Gentechnik-Konzerns Monsanto, nie und nimmer geben dürfte. Und da wurde in Europa im Urin von Testpersonen das Pflanzengift Glyphosat gefunden, das nach Aussagen der Agrarkonzerne, darunter Monsanto, niemals dorthin hätte gelangen dürfen.

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Schau mir in die Daten, Kleines!

Aus Lunapark21 – Heft 19

Wie immer das genau gemeint war, als Rick, alias Humphrey Bogart, in „Casablanca“ zu Ilsa, alias Ingrid Bergmann, „Schau mir in die Augen, Kleines“ nuschelte: Der Inhalt, der damit transportiert wird, erinnert an Facebook. Es erinnert daran, dass man in einem „Gesichtsbuch“ durchaus abgrundtief Gedanken lesen kann.

Eben: „Schau mir in die Augen, reich mir Deine Daten, Kleines!“ Jedenfalls wissen das

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Das Rohstoff-Halali: Die neue Jagd nach alten und neuen Rohstoffen

Aus: LunaPark21 – Heft 18

Als Daniel Yergin 1991 sein Werk „The Prize – Der Preis“ über die Geschichte des Öls vorlegte, das in viele Sprachen übersetzt und mit dem Pulitzerpreis als bestes Sachbuch bedacht wurde, lautete der ergänzende Titel „Die Jagd nach Öl, Geld und Macht“. Yergin beschreibt auf 1000 Seiten die mehr als 100-jährige fieberhafte Suche nach immer neuen Ölquellen und die ständig steigende weltweite Nachfrage nach Rohöl. Sein Schlusssätze lauten: „Die leidenschaftliche und manchmal gewalttätige Jagd nach Öl (…) wird sicher weitergehen, solange Öl seine zentrale Rolle behält. In unserem Jahrhundert ist jede Facette der Zivilisation durch die moderne Alchemie des Petroleums verwandelt worden. Es bleibt wahrhaftig das Jahrhundert des Öls.“ [1]

Das 20. Jahrhundert ist vorbei. Auch das 21. Jahrhundert ist in seinen ersten Jahrzehnten noch deutlich vom Öl bestimmt – mehr als uns lieb sein kann, wie die Deep Water Horizon-Katastrophe im Frühjahr 2010 zeigte. Die alte Jagd nach Öl und Gas geht also weiter – und sie führt in immer größere Tiefen, ist mit wachsenden Risiken verbunden und wird mit neuen Techniken, die einen Abbau an bisher nicht erreichbaren Fundstellen gestatten, durchgeführt. Gleichzeitig wird die

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