04/13-19 | Fundort: rechtsrheinisch · Niederkassel-Mondorf | Text, Computerausdruck, 1. Seite: Einweg | Du stellst etwas her | Du kaufst es Dir ab | Du kannst es nicht brauchen | Du willst es nicht haben | Du schmeisst es weg | Du sammelst es wieder auf | Du machst es kaputt | Du sortierst die Scherben | Du stellst es her | Du kaufst dich Dir ab | Du kannst dich nicht brauchen | Du willst dich nicht haben | Du schmeißt dich weg | Du sammelst dich wieder auf | Du machst dich kaputt | Du sortierst dein Leben | (…) gestempelt: Jun 26 2003 bitte an: Name und Adresse des Absenders Das finden von Flaschenpostflaschen verpflichtet zu nichz. Rükksendungen aller Art sind möglich. Brieftauben, telepathische Sendungen, Postkarten und andere Kommunikazionstechniken bitte immer mit Adressangabe und Antwortmöglichkeit. | 2. Seite: Telekommunikation: Wir leben in einer Zeyt der unterschiedlichsten Telekommunikationssysteme. Briefe sind durch Tele-Fax sekundenschnell verschikkt; mit Mobiltelephonen ist jeder immer und überall erreichbar; im Internet kann man aus einer Fülle von Kontaktangeboten auswählen. Doch trotz dieser vielen scheinbar direkten Kontaktmöglichkeiten leben immer mehr Menschen in Isolation. Jeder vierte Lohnabhängige lebt allein, ohne Fräundes- und Bekanntenkreis, ohne echte Begegnungen ausserhalb von Arbeyzplatz oder Supermarkt. (…) | Umweltschutz: Leere Flaschen sind ein schützenswerter Teil unserer Umwelt. Das duale System fordert von uns – ohne uns eine Gegenleistung anzubieten – die Herausgabe der leeren Flaschen, um sie zu zerstören und unter hohem Energieaufwandt näue Flaschen daraus zu gestalten. Der Umgang mit einer Umwelt ist immer auch symptomatisch fyr den Umgang mit einer Inwelt. Leere Gefühle, auf die es keine Eigentumsrechte gibt, werden weggeworfen, kleingehexelt und aus den Scherben näue, scheinbar ebenso anwendbare Gefühle zusammengeschustert. Leere Flaschen dem dualen System vorzuenthalten und als Mittel zur Telekommunikation zu verwenden ist der erste Schritt zu einer intakten Inwelt…
kultur&gesellschaft
Der Preis des billigen Fleischs
Spannender Polit-Krimi von Wolfgang Schorlau
Kathrin Hedtke. Lunapark21 – Heft 25
Ausgerüstet mit Nachtsichtgerät und Infrarotkamera stapfen Jakob und seine Freunde nachts durch die Pampa. Ihr Ziel: Eine Putenmastanlage. Doch als die Tierschützer den Stall betreten, fällt die Tür hinter ihnen ins Schloss.
„PLASTIK IST LEBEN”
„PLASTIK IST LEBEN” Zitat aus einer Lufthansa-Werbung der 90er Jahre – letztes Jahrhundert
Edathy, das BKA und die Ökonomie der Aufmerksamkeit. seziertisch nr. 162
Georg Fülberth. Lunapark21 – Heft 25
Der von dem Philosophen Georg Franck 1998 geprägte Begriff „Ökonomie der Aufmerksamkeit“ (auch: „Aufmerksamkeitsökonomie“) hat seine am leichtesten fassbare operative Bedeutung in der Werbebranche, aber auch im politischen Geschäft.
Fernsehen alternativ
Kontext TV – die anderen Nachrichten
Simone Holzwarth. Lunapark21 – Heft 24
„Wir versuchen nicht, das Mainstream-Fernsehen zu imitieren mit seinen kurzen Nachrichtenhäppchen und Talkrunden, in denen keine größeren Zusammenhänge erkennbar werden.“ Fabian Scheidler, einer der Macher bei Kontext TV, formuliert diese Zielvorgaben für die Internet-basierte TV-Nachrichtensendung.
Mach mit, mach’s nach, mach’s besser.
Solidarisch arbeiten heute. Ein Buch zum Versuch
Sebastian Gerhardt. Lunapark21 – Heft 24
Je länger eine Krise dauert, um so eher wollen Menschen auch wieder etwas Positives lesen. Denn die trotzige Freude über die Schwierigkeiten der Reichen und Mächtigen findet ihr Ende, wenn die Leute in den Blick kommen, denen diese Schwierigkeiten ihr Leben kaputt machen.
Echt Cool: Don Q in Landstuhl
Don Quichotes Kampf gegen die Windmühlen der Globalisierung
M. Lupinsky. Lunapark21 – Heft 24
1. November im Essener Grillo-Theater. Uraufführung von Tariq Alis „Die neuen Abenteuer des Don Quichote“ – ein höchst lustvolles, originelles, hervorragend inszeniertes und vom Publikum begeistert gefeiertes Antiglobalisierungsstück.
In guter Gesellschaft
Pit Wuhrer. Lunapark21 – Heft 23
In den USA gibt es die kritische Zeitschrift Mother Jones (gegründet 1976), die Wochenzeitung The Nation (gegründet 1876) und Labor Notes, das 1976 erstmals erschienene Magazin für Aktivistinnen und Aktivisten, die – so das Motto – „die Bewegung wieder in die Arbeiterbewegung bringen“ wollen. In Britannien genießen die Analysen der Zweimonatsschrift New Left Review (gegründet 1960) mittlerweile einen legendären Ruf. Und auch das seit 1977 drei Mal im Jahr publizierte Organ der britisch-irischen Conference of Socialist Economists – Capital & Class – findet weiterhin eine interessierte Leserschaft.
„Ein kurioser Ideenpark, der extravagante Kreise dreht.“
Stimmen zum fünften Geburtstag von Lunapark21
Lunapark21 – Heft 23
Reichtum – mehr als genug
Eine Ausstellung im Dresdner Hygienemuseum will undogmatisch die Faszination am Reichtum thematisieren
Simone Holzwarth. Lunapark21 – Heft 23
„The World“ ist ein Luxus-Schiff, auf dem 160 Superreiche dauerhaft wohnend durch die Welt schippern. Seit 2003 lassen sie sich hier rundumversorgen mit allen Annehmlichkeiten eines exklusiven Kreuzfahrtschiffes, mit dem Unterschied, dass ihre Kreuzfahrt nicht endet, sondern ihre Art zu leben ist. Ein abgeschotteter Luxus-Kosmos für sich, Reichtum um des Reichtums willen.