Zum Internationalen Frauentag

Therese Wüthrich. Lunapark21 – Heft 29

Seit 1911 begehen engagierte Frauen, Gewerkschafterinnen, Feministinnen und Kämpferinnen für Frauenrechte hierzulande und weltweit den 8. März, den Internationalen Frauentag. Der 8. März steht für den Kampf für gesellschaftliche und politische Gleichstellung, für Solidarität. Mit dem Internationalen Frauentag wird aber auch an die unermüdlichen Kämpfe und Errungenschaften der Pionierinnen und Wegbereiterinnen, mit anderen Worten, an unsere Vorgängerinnen erinnert.

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Internationalen Frauentag am 8. März 2015 in Berlin
Gisela Notz. Lunapark21 – Heft 29

Eingeladen waren alle, die sich von den patriarchalen Strukturen eingeschränkt fühlten. Es war eine mächtige und bunte Demonstration am 8. März 2015 in Berlin. Das Bündnis Frauen*kampftag, ein breiter, heterogener Zusammenschluss aus feministischen Zusammenhängen, Jugendorganisationen, Parteien, Gewerkschaften, Verbänden und Einzelpersonen hatte dazu aufgerufen. Es begreift sich als Teil einer Gegenwehr und des Kampfes für ein selbstbestimmtes und besseres Leben: Solidarisch, kritisch und offensiv gegen die bestehenden Verhältnisse.

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Fachkräftemangel – sollen Frauen einmal mehr in die Bresche springen?

Therese Wüthrich. Lunapark21 – Heft 28

Nach dem desaströsen Ja in der Schweiz zur Zuwanderungsinitiative vom Februar 2014 hat die Diskussion um einen zukünftigen Fachkräftemangel neuen Aufwind bekommen. Das Potential der heimischen Arbeitskräfte solle besser ausgeschöpft und genutzt werden, so der Ruf von Bundesrat und Teilen der Wirtschaft. Vor allem sollen Frauen mit Kindern und Familie mehr Erwerbsarbeit leisten. Um das zu erreichen, sollen entsprechende Massnahmen eingerichtet werden. In der Tat, eine bessere Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Sorgearbeit ist seit Jahrzehnten eine Forderung der Frauenbewegung. Unweigerlich stellen sich kontroverse Fragen. Werden nun Postulate für Gleichstellung und Gleichwertigkeit zwischen den Geschlechtern von Politik und Wirtschaft erst wahr genommen, wenn sie für die Wirtschaftlichkeit nutzbar gemacht werden können?

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„Wir ham was zu sagen“

Prekäre Arbeitskämpfe von Frauen
Ingrid Artus/Silke Röbenack. Lunapark21 – Heft 27

Dass Frauen auch im 21. Jahrhundert noch immer fast ein Viertel weniger Lohn als Männer erhalten, hat viele Gründe. Einer davon ist, dass Frauen häufiger in Betrieben arbeiten, in denen es weder Tarifverträge noch Betriebsräte gibt. „Typisch weibliche“ Arbeitsbereiche wie Krankenhäuser, Kindergärten, Altenheime, aber auch der Einzelhandel, Hotels, Gaststätten oder das Reinigungsgewerbe sind keine Hochburgen gewerkschaftlicher Mitgliedschaft. Hier herrschen oft prekäre Beschäftigungsbedingungen, d.h. Niedriglöhne, Teilzeit und geringfügige Beschäftigung, hochflexible Arbeitszeit- und Schichtsysteme, die auf Bedürfnisse der Beschäftigten kaum Rücksicht nehmen. Ein hoher Anteil der Verträge ist befristet. Die Belegschaften arbeiten häufig über viele Einsatzorte verstreut, was die Organisierung zusätzlich erschwert. Daher hat „der Chef“ – selten auch „die Chefin“ – das alleinige Sagen. Und frau hält lieber den Mund.

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Reproduktionsmedizin als Geschäft

Antje Asmus. Lunapark21 – Heft 27

Neuere Entwicklungen in den Technologien der Reproduktionsmedizin und ihren rechtlichen Regulierungen bieten Frauen und Männern mit unerfüllten Kinderwünschen zunehmend Möglichkeiten, ihre physischen Grenzen zu überschreiten. Ob künstliche Befruchtung innerhalb oder außerhalb der Gebärmutter, Samenspende, Eizellspende, Einfrieren von Eizellen bis hin zu Leihmutterschaft oder vorgeburtlichen diagnostischen Verfahren – die Fortpflanzung wird dabei als gestaltbar angesehen.

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Migration & Heiratsökonomie

Träume und Kosten für Drittstaatsangehörige in Österreich
Irene Messinger. Lunapark21 – Heft 26

Der Preis einer Staatsbürgerschaft wurde kürzlich so offen wie selten thematisiert: Malta verleiht gegen eine Zahlung von 650000 Euro die begehrte EU-Staatsbürgerschaft, Reise- und Niederlassungsfreiheit innerhalb der Union sind dabei bereits eingeschlossen.

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Frauensache Hafenarbeit?

Ein Besuch in der FrauenFreiluftGalerie Hamburg
Elisabeth von Dücker. Lunapark21 – Heft 25

Am Altonaer Elbufer in Hamburg gibt es eine Open Air Galerie. Wie eine Bildspur begleitet sie den Fluss auf zwei Kilometern und ist inzwischen auf 15 Wandgemälde angewachsen. Diese erzählen von kaum Wahrgenommenem, vom Wandel weiblicher Erwerbstätigkeit und Wirtschaftskraft im Hafen seit der Wende ins 20. Jahrhundert.

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Zwischen Selbstverwirklichung und Armut

„Alleinstehende“ Frauen: Legendenbildung und Situation
Gisela Notz. Lunapark21 – Heft 24

Der Begriff „alleinstehende Frauen“ bezeichnet Frauen, die ohne einen Mann und ohne minderjährige Kinder in der Wohnung leben. In der Statistik ist „alleinstehend“ ein Begriff für Ein-Personen-Haushalte. Frauen werden oft bedauert, weil sie nicht den „richtigen“ Partner gefunden haben, weil sie gewissermaßen auf einem Bein stehen. Einsamkeit im Alter ist angeblich vorprogrammiert und es geht die Mär, dass insbesondere an Weihnachten, dem „Fest der Liebe“, diese Spezies Mensch in einem Tal der Tränen versinkt.

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