In den Jahrzehnten vor der Sintflut. kolumne winfried wolf

Über das Prinzip der Profitmaximierung und die Logik der Wasserbaukunst
Lunapark21 – Heft 22

Am 25. Juni 2013 debattierte der Deutsche Bundestag zum Thema Hochwasser. Für die Kanzlerin Angela Merkel erlebte das Land eine „Katastrohe gewaltigen Ausmaßes“. Es habe sich, so die Medien, um ein „Jahrhunderthochwasser“ gehandelt, was wiederum, so der Deutsche Wetterdienst, durch „Jahrhundertniederschläge“ ausgelöst worden sei.

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pro&contra

Im Mai 2013 legten Heiner Flassbeck und Costas Lapavitsas die Studie „The systemic crisis of the Euro“ vor, in der die Autoren für einen kontrollierten Austritt der Euroraum-Peripheriestaaten aus dem Euro plädieren. Die Studie wurde im Auftrag der Rosa Luxemburg-Stiftung verfasst und von dieser veröffentlicht. Dies führte zu einer Neubelebung der Debatte über den Euro, die u.a. in der taz mit Beiträgen von Winfried Wolf und Elmar Altvater geführt wurde (taz vom 30.5. und 3.6.2013). Auf den folgenden sieben LP21-Seiten finden sich die Pro- und Contra-Beiträge der bereits genannten Wolf und Altvater in überarbeiteter und erweiterter Fassung, ergänzt im einen Diskussionsbeitrag von Werner Rügemer und mit einem Kommentar zur Debatte von Karl Heinz Roth.

Der Euro als Strangulationsinstrument

Sieben Thesen zur Notwendigkeit eines geordneten Ausstiegs der Peripherieländer aus dem Euro und eine Schlussfolgerung
Winfried Wolf. Lunapark21 – Heft 22

Die aktuelle Debatte um den Euro sollte in den größeren Zusammenhang der EU selbst, also der 1996 gegründeten EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) bzw. EG (Europäische Gemeinschaft) gestellt werden. Mit diesem Rückgriff wird auch klar, dass es um mehr geht als um die Einheitswährung, die in dem größten Teil der EU inzwischen vorherrscht.

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Weg mit dem Euro – und was dann?

Elmar Altvater. Lunapark21 – Heft 22

Beim Nachdenken über Geld sind schon viele Menschen verrückt geworden, insbesondere wenn sie sich mit Geld im Plural beschäftigen mussten, mit Währungen also. Da herrschen die „kunterbuntesten und widersprechendsten Vorstellungen“. Das hat Marx von den Theorien über Geld im 19. Jahrhundert, als das Geld noch vor allem Gold war, geschrieben. In einer Welt mit Dollar, Yuan, Sonderziehungsrechten, Fränkli, Euro und weiteren etwa 160 Währungen wird die monetäre Vorstellungswelt chaotisch.

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Die Bundesregierung diktiert in der EU, ist aber auch Statthalter von US-Interessen

Werner Rügemer. Lunapark21 – Heft 22

Der Euro und die EU sind gleichermaßen gescheitert, jedenfalls wenn wir die Kriterien Volkswohlfahrt, Demokratie und Frieden anlegen. Allerdings liegen die Ursachen des Scheiterns keineswegs alleine in der EU selbst. Sowohl die fundamentalistischen Verteidiger des Euro wie auch die Befürworter des Austritts aus dem Euro verdrängen oder verkennen die Rolle der USA.

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Jenseits des Währungsfetischismus – Für ein egalitäres Europa

Kommentar zu den Beiträgen von E. Altvater, W. Rügemer und W. Wolf
Karl Heinz Roth. Lunapark21 – Heft 22

Es ehrt Winfried Wolf, dass er 1998 ein wohl begründetes Nein der PDS-Bundestagsfraktion gegen die Einführung des Euro mit durchgesetzt hat. Denn es ist in der Tat ein Unding, einer Wirtschaftsregion eine Einheitswährung zu verpassen, in der es keine standardisierten Arbeitsbedingungen, Löhne, Sozialleistungen und Fiskalpolitik gibt, von einem demokratisch begründeten politischen Integrationsprozess ganz zu schweigen.

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Grundsatzkonflikt

Einzelhandelsunternehmer wollen ihren Beschäftigten an den Mantel
Manfred Dietenberger. Lunapark21 – Heft 22

Im deutschen Einzelhandel hat ein bedeutender Grundsatzkonflikt begonnen. Außer in Hamburg haben die Unternehmerverbände in sämtlichen Regionen die Manteltarifverträge gekündigt. Unter dem Schlagwort „Modernisierung“ streben sie eine deutliche Senkung des Lohnniveaus an. Die mehr als 2,7 Millionen Beschäftigten, von denen viele ohnehin schon unter prekären Bedingungen arbeiten, sehen sich einem Generalangriff ausgesetzt.

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Ein Jahr nach der Pleite

Verkäuferinnen der ehemaligen Drogeriekette Schlecker gründen Genossenschaften
Gisela Notz. Lunapark21 – Heft 22

Die Massenentlassungen nach der Insolvenz bei Europas größter Drogeriekette Schlecker im Frühjahr 2012 gehörten zu den größten Entlassungswellen innerhalb der Geschichte der Bundesrepublik. Sie trafen rund 27000 Menschen; es waren fast ausschließlich Frauen betroffen.

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Einkaufsverkehr und Dorfläden

Peter Winter. Lunapark21 – Heft 22

Die von Gisela Notz beschriebenen Aktivitäten der ehemaligen Schlecker-Frauen werden zu Recht in den größeren Zusammenhang des flächendeckenden Verlustes von Nahversorgung gestellt. Die Zerstörung von Einkaufsmöglichkeiten vor Ort steht in einem krassen Gegensatz zum sogenannten demographischen Faktor, der eine Ausweitung dezentraler Einkaufsmöglichkeiten notwendig macht.

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