Mörderisches Shoppen

Was steckt hinter edlen Labels und billiger Mode?

Gisela Burckhardt in Lunapark21 – Heft 30

Vor zwei Jahren stürzte das Rana Plaza, ein baufälliges Gebäude der Textilindustrie in Bangladesch, ein. Über 1130 Menschen, vor allem Arbeiterinnen, verloren dabei ihr Leben. Über 2400 wurden verletzt. Obwohl die Entrüstung groß war – auch in Europa –, hat sich für die Textilarbeiterinnen bis heute wenig verändert. Dem Entschädigungsfonds für die Opfer von Rana Plaza wird kaum Folge geleistet. Aktuell ist erst die Hälfte, nämlich 40 Millionen Dollar von den beteiligten Unternehmen eingezahlt worden. Viele Arbeiterinnen sind bis heute traumatisiert und an Leib und Leben versehrt. Die miserable Lebenssituation von Textilarbeiterinnen hat nicht zuletzt auch mit der Bekleidungsindustrie und dem Konsumverhalten in unseren Breitengraden zu tun.

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