Pharma.Macht.Krank

Zu Struktur und Wirken der Pharma-Konzerne
Winfried Wolf. Lunapark21 – Heft 22

Vom Pillendreher und Kurpfuscher zum Blockbuster-Hersteller und Pharma-Riesen ist zweifellos ein weiter Weg. Sicher ist jedoch: Die Pharma-Konzerne sind im gegenwärtigen Kapitalismus eine Weltmacht. Und diese Macht wurde ständig größer – und zwar absolut in Dollar-Euro-Yen und Schweizer Franken gemessen. Und vor allem auch relativ: als Anteil an der Weltökonomie.

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Kliniken in Not

Über die Ursachen und Folgen der Ökonomisierung im Krankenhaus
Daniel Behruzi. Lunapark21 – Heft 22

Krankenhausträger und Gewerkschaften schlagen Alarm: Zehn Jahre nach Einführung eines neuen Finanzierungssystems stehen viele Einrichtungen mit dem Rücken zur Wand. Nach Einschätzung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) wird dieses Jahr jede zweite der bundesweit gut 2.000 Kliniken Verluste einfahren. 2012 haben bereits 40 Prozent der Häuser rote Zahlen geschrieben. Es droht ein Kliniksterben. Und eine erneute Welle von Krankenhausprivatisierungen.

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Kampf um die Pole Position

Private Krankenhauskonzerne bereiten sich auf Zukäufe vor
Daniel Behruzi. Lunapark21 – Heft 22

In Deutschland droht eine neue Welle von Krankenhausprivatisierungen. Dabei ist der Anteil privat betriebener Klinikbetten schon jetzt höher als in den USA. Ihre Zahl hat sich binnen eines Jahrzehnts nahezu verdoppelt, auf mehr als 87000.

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Kommunaler Ausverkauf

Angesichts leerer Gemeindekassen und „Schuldenbremse“ droht eine neue Welle von Krankenhausprivatisierungen
Manfred Dietenberger. Lunapark21 – Heft 22

Städte und Gemeinden melden „Land unter“. Ihnen fehlt das Geld, das sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben brauchen. Das hat Folgen auch und gerade für die städtischen Krankenhäuser. Werden deren Defizite zu groß, stehen die Kommunalparlamente vor der Wahl: Schließen, privatisieren oder Geld zuschießen.

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Krank werden am System – das kapitalistische System ist krank!

Wolfgang Hien. Lunapark21 – Heft 22

Eine durchaus beeindruckende Menge an neuer psychologischer und soziologischer Literatur befasst sich mit der Frage, inwieweit die kapitalistische Dynamik mit all ihren Auswüchsen der Flexibilisierung und Entgrenzung von Arbeit und Leben, des Wachstums- und Beschleunigungszwangs, der Verinnerlichung von Fremdsteuerung, der Vertiefung von Entfremdung und der regelrechten Produktion von Sinnlosigkeit zu immer mehr psychischen und psychosomatischen Erkrankungen führt.

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Unsozial und ineffektiv

Das Gesundheitssystem muss dringend reformiert werden. Eine Bürgerversicherung wäre ein erster richtiger Schritt, aber nicht mehr.
Rainer Balcerowiak. Lunapark21 – Heft 22

Die Diagnose ist niederschmetternd: Das deutsche Gesundheitssystem ist unsozial und ineffektiv. Die oft beschworene Zwei- oder gar Drei-Klassen-Medizin ist längst Realität. Einer durch diverse „Reformen“ abgespeckten Grundversorgung seitens der gesetzlichen Kassen steht ein differenziertes System von privaten Voll- und Zusatzversicherungen gegenüber.

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Sonderweg als Wettbewerbsvorteil

Kirchenbeschäftigte fordern Tarifverträge
Fabian Rehm. Lunapark21 – Heft 22

Die Bedeutung der Kirchen als Arbeitgeber im Sozial- und Gesundheitswesen ist kaum zu überschätzen. Mit mehr als einer Million abhängig Beschäftigten und Tausenden Einrichtungen sind sie nach dem öffentlichen Dienst der größte Arbeitgeber. Das Spektrum reicht von kleinen Kirchengemeinden mit nur einer Kita bis hin zum fünftgrößten Klinikkonzern, Agaplesion, mit mehr als einer Milliarde Euro Umsatz.

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Sorgearbeit ist weiblich

Gisela Notz. Lunapark21 – Heft 22

In den für Frauen besonders relevanten Beschäftigungsfeldern der sozialen, personenbezogenen und öffentlichen Dienste sowie bei den Sorgearbeiten, den sogenannten Care-Arbeiten, gibt es erhebliches Wachstumspotential. Würden nicht immer neue Arbeitsmöglichkeiten „erfunden“, die prekär oder gar nicht bezahlt sind, könnte die existenzsichernde Ausgestaltung in diesen Bereichen zu einem höheren Beitrags- und Steueraufkommen beitragen und gleichzeitig ausreichende Rentenansprüche gewährleisten.

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Personalbemessung gegen Pflegnotstand

Der dramatische Personalmangel in den Kliniken könnte durch eine gesetzliche Festschreibung personeller Mindeststandards bekämpft werden
Harald Weinberg. Lunapark21 – Heft 22

Der Befund ist klar: In der Bundesrepublik ist die Arbeitsbelastung der Pflegekräfte so hoch, wie zumindest in den vergangenen Jahrzehnten nicht. Das ist ungesund für die Pflegenden, das kann auch sehr ungesund für die Patientinnen und Patienten werden. Selbst die FDP leugnet das nicht mehr.

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