Sackgasse Stagnation

Wir sollten das Finanzkapital zu einer drastischen Entwertung zwingen
Lucas Zeise. Lunapark21 – Heft 27

Sechs Jahre nachdem die New Yorker Investmentbank Lehman Brothers kollabiert ist, sechs Jahre also, seitdem die große Weltwirtschafts- und Finanzkrise für jedermann sichtbar geworden war, kann man sich fragen, was aus dieser Krise geworden ist. Ist sie ein abgeschlossenes historisches Ereignis? Dauert sie fort und bestimmt die Wirtschaftsweise unseres Kapitalismus bis zu seinem Ende? Oder muss man sich die Krise wie einen Tsunami vorstellen, auf den weitere Wellen folgen, die aber erfreulicherweise immer kleiner und harmloser werden?

Mehr lesen

Menschenrecht auf Zins

Deflation, Zinssenkung und das Ende des Kapitalismus
Lucas Zeise. Lunapark21 – Heft 26

Was üblicherweise tabu ist, die Kritik an der Wirkungsweise des Kapitalismus selbst und an den staatlichen Maßnahmen, die dazu dienen, das System zu stabilisieren, wurde plötzlich Allgemeingut. Die winzige Zinssenkung der Europäischen Zentralbank Anfang Juni war Anlass zu lautem publizistischen Getöse – jedenfalls in Deutschland. Der Sparer werde enteignet, sein Menschenrecht auf Zins werde missachtet, war der am häufigsten vorgebrachte Vorwurf.

Mehr lesen

Warum die Krise nicht verschwindet

Lucas Zeise. Lunapark21 – Heft 23

Im Herbst vor fünf Jahren hat die immer noch aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise zwar nicht begonnen, aber ihren ersten Höhepunkt erreicht. Am 15. September 2008 ließ die US-Regierung die New Yorker Investmentbank Lehman Brothers pleite gehen. Das war ein Schock für die Akteure an den Finanzmärkten in aller Welt.

Mehr lesen

Willkür und Inkompetenz

Wie die deutsche Regierung die Banken im Kleinstaat Zypern rettet
Lucas Zeise. Lunapark21 – Heft 21

Nach Monaten relativ freundlicher Entwicklung an den Finanzmärkten brachten es die Euroretter mit Willkür und Inkompetenz fertig, ein Kreditpaket für die Banken des kleinen Inselstaates Zypern so zusammen zu stellen, dass Ruhe und Frieden verschwanden. Nicht nur diejenigen, die die Last der Euro-Hilfspakete tragen müssen, auch die Begünstigten waren unzufrieden.

Mehr lesen

Euro-Ende verzögert sich. Berlin schwenkt auf wenig orthodoxe Haltung um

Aus Lunapark21 – Heft 19

Die wirtschaftliche Lage der Euro-Länder hat sich im Laufe der Sommermonate 2012 weiter verschlechtert. Italien, Spanien und Portugal glitten tiefer in die Rezession. In allen drei Ländern, besonders aber in Spanien, beschleunigte sich die Kapitalflucht. Die Wirtschaftsleistung in Frankreich und den Niederlanden ging zurück. Völlig verheerend war die Lage in Griechenland. Die Wirtschaftskrise wütet dort im fünften Jahr. Aber sogar im von der Kapitalflucht aus den Südländern begünstigten Deutschland stellten sich eine Abschwächung der Export- und Industriekonjunktur und eine Verschlechterung des Arbeitsmarktes ein.

Dagegen blieb es am Finanzmarkt den Sommer über

Mehr lesen

Auf dem Weg zur automatisierten Bankenstützung

Aus: LunaPark21 – Heft 18

Wie war das im Oktober 2008? Kanzlerin Merkel und ihr damaliger Finanzminister Steinbrück bestellten eines schönen Sonntags die Fernsehanstalten ein und sprachen ernsten, aber freundlichen Gesichts die folgenschweren Worte: „Liebe Mitbürger, ihre Einlagen sind sicher.“ Wir lieben Mitbürger hatten damals noch gar nicht erkannt, wie unsicher unsere Einlagen bei den Banken eigentlich waren. Die kurzen Sätze der beiden waren folgenschwer. Sie bedeuteten, dass der deutsche Staat die Einlagen garantierte, und um die Einlagen zu sichern, die Banken aufpäppelte.

Das war mit den kurzen Sätzen von Merkel und Steinbrück noch nicht ganz getan. Vielmehr bedurfte es

Mehr lesen