Der Aufstand der Landarbeiter im Tal von San Quintín

Arbeitskampf für menschenwürdige Lebensbedingungen im Norden Mexikos

Gerol Schmidt in Lunapark21 – Heft 30

Es ist eine idyllische Beschreibung auf der Webseite des Hotels Mission Inn in der Kleinstadt San Quintín: „Das Tal, heute mehr eine Ebene als ein Tal, befindet sich inmitten einer Reihe von sieben erloschenen Vulkankegeln […] Direkt neben dem Strandufer und der Bergkette von San Miguel im Osten. Zwei kleine Flüsse […] nähren ein Bewässerungssystem, welches das Tal in ein bedeutendes Zentrum für den Gemüseanbau verwandelt. Viele aus Oaxaca und Chiapas stammende Personen arbeiten auf diesen Pflanzungen und leben in der Umgebung von San Quintín.“

Mehr lesen

NAFTA und mexikanische Landwirtschaft

Tiefgreifende strukturelle Veränderungen zugunsten des Agrobusiness
Gerold Schmidt. Lunapark21 – Heft 27

Vor kurzem veröffentlichte das in Washington ansässige Center for Economic and Policy Research (CEPR) einen Bericht mit dem Titel „Hat NAFTA Mexiko geholfen? Eine Bewertung nach 20 Jahren“. Die Analyse belegt langsames Wachstum, stagnierende Löhne und keinerlei Erfolge bei der Armutsbekämpfung. „Natürlich wäre es möglich, dass es Mexiko ohne NAFTA noch schlechter ergangen wäre. Aber wenn man sich die Daten anschaut, fällt es schwer, sich vorzustellen, wie das aussehen sollte“, so Mark Weisbrot, CEPR-Direktor und Mitautor des Dokuments.

Mehr lesen

Todesstoß für kleinbäuerliche Landwirtschaft

Mexikanische Energiereform gibt industrieller Ressourcenausbeutung absoluten Vorrang vor landwirtschaftlicher Bodennutzung
Gerold Schmidt. Lunapark21 – Heft 27

Das Jahr 2014 wurde von der Welternährungsorganisation FAO zum Internationalen Jahr der familienbetriebenen Landwirtschaft ernannt. In Mexiko dagegen könnte 2014 als Jahr in Erinnerung bleiben, in dem für weite Teile der kleinbäuerlichen und indigenen Landwirtschaft das endgültige Ende eingeläutet wurde.

Mehr lesen

Mexiko: Neoliberale Schulreform

Lehrkräfte geben Protest gegen verabschiedete Bildungsreform nicht auf
Gerold Schmidt. Lunapark21 – Heft 24

Pöbel, Vandalen, Esel, Wilde, Radikale, Verantwortungslose, Ratten, Revoluzzer, Schakale… Medien und der Mainstream in Mexiko haben in den vergangenen Monaten kaum eine Wertung ausgelassen, wenn sie gegen die organisierte Lehrerschaft im Land zu Felde zogen.

Mehr lesen

Genmaislobby trifft auf ungeahnten Widerstand

Mais ist in Mexiko Kulturgut
Gerold Schmidt. Lunapark21 – Heft 22

Nirgendwo auf der Welt ist die genetische Vielfalt von Mais so groß wie in seiner Wiege, dem heutigen Mexiko und der mesoamerikanischen Region. Antonio Turrent, Vorsitzender der Vereinigung Gesellschaftlich Engagierter Wissenschaftler (Uccs), spricht von „einem Megaexperiment autochthoner dynamischer genetischer Züchtung, das es in der Welt kein zweites Mal gibt. Es wird ohne Unterbrechung seit 6000 Jahren von den Bewohnern Mesoamerikas durchgeführt.“

Mehr lesen

Erz oder Leben. Bergbauunternehmen als fünfte Gewalt in Mexiko

Aus: LunaPark21 – Heft 18

Der Artikel 27 der mexikanischen Verfassung liest sich teilweise sehr schön. Die Nation hat die Hoheit über die Bodenschätze auf dem zum Staat gehörenden Territorium. Deren Ausbeutung soll dem gesellschaftlichen Nutzen und der Verbesserung der Lebensbedingungen der städtischen und ländlichen Bevölkerung dienen. Der „öffentliche Reichtum“, den die Bodenschätze darstellen, muss möglichst gerecht verteilt werden und einer „ausgewogenen Entwicklung“ des Landes dienen. Aus diesem Grund hat die Nation zu „jeder Zeit“ das Recht, dem Privatbesitz Vorgehensweisen aufzuzwingen, die dem „öffentlichen Interesse“ dienen.

Die konservative Regierung des Präsidenten Felipe Calderón folgt in ihrer Regierungszeit seit 2006 einer anderen Maxime: Das Privatkapital hat jederzeit das Recht,

Mehr lesen